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	<title>Mediation &#38; Konfliktklärung, Andrea Keisel München &#187; Titelseite</title>
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		<title>KONFLIKT-TRANSFORMATION / TRAUMA-INTEGRATION</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 19:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
Eine Krise besteht darin, dass das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann &#8211; Antonio Gramsci
In seinen ersten Forschungsarbeiten im Bereich der Psychologie ging Prof. Gendlin der Frage nach, was den Erfolg einer Psychotherapie ausmacht. Seine Untersuchungen zeigten, dass Menschen, die erfolgreich mit Krisen und Problemen umgehen k&#246;nnen, eine andere Art der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #4c4c4c; font-family: arial, helvetica, sans-serif; line-height: normal; -webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); -webkit-text-size-adjust: auto;"> </span></p>
<blockquote><p><em>Eine Krise besteht darin, dass das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann &#8211; Antonio Gramsci</em></p></blockquote>
<p>In seinen ersten Forschungsarbeiten im Bereich der Psychologie ging<strong> <em>Prof. Gendlin</em></strong> der Frage nach, was den Erfolg einer Psychotherapie ausmacht. Seine Untersuchungen zeigten, dass Menschen, die erfolgreich mit Krisen und Problemen umgehen k&#246;nnen, eine andere Art der Selbstwahrnehmung haben. Sie beziehen immer ihre k&#246;rperlichen Empfindungen mit in die Erarbeitung einer L&#246;sung ein. Gendlin kam deshalb zum Schluss, dass der Erfolg in erster Linie davon abh&#228;ngt, wie ein Klient seine pers&#246;nliche Aufmerksamkeit (Fokus) auf das unmittelbare k&#246;rperliche Erleben richtet, wenn das Problem oder die Krise bearbeitet wird. Hinter diesem authentischen F&#252;hlen des sog. „felt sense“ findet man das, worum es eigentlich geht. Fehlt dieser Prozess im Klienten, so Gendlins Befund, kommt es zu keiner erkennbaren Entwicklung. 1970 verlieh ihm die APA in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen den “Distinguished Professional Award” &#8211; eine Auszeichnung, die den origin&#228;ren Beitrag Gendlins zu grundlegenden Fragen der Psychologie und Psychotherapie w&#252;rdigt (vgl. Feuerstein, 2011, S. 1-3)</p>
<p>Babette Rothschild, eine international anerkannte Trauma- therapeutin, stellt fest: »Man braucht nur elementare Literatur &#252;ber die Funktion des Gehirns, das Nervensystem und die Stress-Physiologie zu lesen, um zu verstehen, dass Psyche und K&#246;rper unbestreitbar miteinander verbunden sind« (Rothschild &amp; Jarlness, 1994, S. 164)</p>
<p>Pr&#228;- und perinatale Traumata pr&#228;gen sich oft ohne Zeit und Raum in die K&#246;rpererinnerung ein und f&#252;hren zu einer allgemeinen hohen Aktivierung des Zentralnervensystems (ZNS). Diese Auswirkungen pr&#228;- und perinataler Traumata bilden oft die Ausgangslage f&#252;r schwerwiegende traumatische Erfahrungen im sp&#228;teren Leben. Sie k&#246;nnen zu Langzeit-Symptomen wie Angstzust&#228;nden, Migr&#228;ne, Herzrhythmusst&#246;rungen, Allergien, emotionalen Schwierigkeiten, Beziehungsst&#246;rungen, etc. f&#252;hren. Symptome erh&#246;hter Aktivierung des ZNS k&#246;nnen des Weiteren bei Menschen beobachtet werden, deren prim&#228;re Bezugspersonen selbst beispielsweise durch Kriegserlebnisse traumatisiert wurden oder die in ihren ersten Lebensjahren keine ad&#228;quate interaktive Regulierung erfahren haben. Wissenschaftlich wurden die &#8220;transgenerativen Traumatas&#8221; belegt, dh. die Vererbung erlebter Traumata bzw. deren Auswirkungen &#252;ber mehrere Generationen.</p>
<p>Aus diesem Grunde sind Methoden so erfolgreich, welche auch die k&#246;rperliche Komponente mit einbeziehen (denn Emotionen und daraus resultierende Verhaltensweisen entstehen im K&#246;rper &#252;ber das limbische System, zu welchem unser Bewusstsein keinen direkten Zugang hat). Methoden, wie nachfolgende:</p>
<h1 class="kurs" style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;">Resonant Healing</span></h1>
<p>Unerl&#246;ste seelische Konflikte und Traumata treffen jeden. Bei einigen sind sie sehr intensiv und haben Auswirkungen auf den K&#246;rper, die lang anhaltend und schwierig zu l&#246;sen sein k&#246;nnen. Viele Menschen haben chronische Probleme und sind sich oft nicht bewusst, dass diesen Traumata zugrunde liegen. Diese ungel&#246;sten Muster rufen St&#246;rungen auf k&#246;rperlicher, energetischer, emotionaler und mentaler Ebene sowie in den Beziehungen zu anderen Menschen hervor. Resonant Healing ist ein kraftvolles und effektives Heilsystem, das von <strong><em>Mary Louise und Christopher Muller</em></strong> entwickelt wurde. Es stellt eine Kombination aus <a title="Kinesiologie" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/kategorie/kinesiologie" target="_blank"><em>Kinesiologie</em></a>, Polarity Therapie, biodynamischer <a title="Cranio" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/craniosacrale" target="_blank"><em>Cranio-Sacral-Therapie</em> </a>, <a title="EFT" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/eft-klopfakupressur" target="_blank"><em>EFT</em></a> , <em><a title="Holistic Pulising" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/holistic-pulsing" target="_blank">Holistic Pulsing</a> </em>und somatischer Traumaarbeit (<em>Somatic experiencing</em> und <em>Somatic-education-Sensomotorics</em> &#8211; siehe unten) dar.</p>
<p><strong>SENSOMOTORICS</strong><br />
<strong><em>Prof. Thomas Hanna</em></strong> hat herausgefunden, da&#223; Stre&#223; zu reflexartigen Verkrampfungen f&#252;hrt, die wir nicht mehr aufl&#246;sen k&#246;nnen. Er hat drei genetisch verankerte neuromuskul&#228;re Reflexmuster entdeckt, die permanent in unseren K&#246;rper ablaufen, ohne dass wir die damit verbundene Muskelakivit&#228;t wahrnehmen. Wollen wir uns behaupten, ziehen sich unwillk&#252;rlich unsere R&#252;ckenmuskeln zusammen, der Oberk&#246;rper richtet sich auf, die Brust schwillt, die R&#252;ckenstrecker rufen „auf in den Kampf!“ &#220;berkommen uns Sorge und Angst, verk&#252;rzen sich automatisch unsere Brust-und Bauchmuskeln. Da das Leben permanent Anlass zur einen oder anderen Reflexreaktion gibt, kommen wir aus der Anspannung nicht mehr heraus. Unsere gestressten Muskeln verfestigen sich zu betonartiger Konsistenz und umschliessen unsere Knochen und Organe wie eiserne Fesseln. Ohne uns dessen bewusst zu sein, werden so auch unvollendete unterbrochene Reaktionen des K&#246;rpers bei einem Trauma festgehalten. Unsere Muskeln sind auf Festhalten programmiert und haben das Loslassen verlernt. Steifheit, Schmerz, Atemeinschr&#228;nkung, Ersch&#246;pfung, Bluthochdruck und Kreislaufst&#246;rungen sind die bekanntesten Folgen dieses verh&#228;ngnisvollen Zustandes. Sensomotorics stellt die willk&#252;rliche Muskelsteuerung wieder her, baut neuromuskul&#228;ren Stress ab und macht Wirbels&#228;ule und Gelenke wieder mobil.</p>
<p><strong>SOMATIC EXPERIENCING</strong><br />
<em>„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Durch einschneidende Ereignisse hat es seine volle Flexibilit&#228;t verloren. Wir m&#252;ssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zur&#252;ck zu finden.“ <strong>Dr. Peter A. Levine</strong></em></p>
<p>Tiere in freier Wildbahn sind zwar h&#228;ufig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt, werden jedoch nicht nachhaltig traumatisiert, da sie &#252;ber angeborene Mechanismen verf&#252;gen, die es ihnen erm&#246;glichen, die hohe, im &#220;berlebenskampf mobilisierte Stress-Energie wieder abzubauen. Zwar sind wir Menschen mit grundlegend gleichen Regulationsmechanismen ausgestattet, doch wird die Funktionsf&#228;higkeit dieser instinktgeleiteten Systeme h&#228;ufig durch den „rationalen“ Teil unseres Gehirns gehemmt und au&#223;er Kraft gesetzt.</p>
<p>Dies kann bei uns Menschen dazu f&#252;hren, dass die vom K&#246;rper im Alarmzustand bereit gestellte &#220;berlebensenergie vom Nervensystem nur unvollst&#228;ndig oder verz&#246;gert aufgel&#246;st wird. Der Organismus reagiert in der Folge weiterhin auf die Bedrohung der Vergangenheit. In diesem Falle sind die in der Gegenwart zu beobachtenden Reaktionsweisen, Verhaltensmuster, &#220;berzeugungen, Gedanken und Gef&#252;hle der Person oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.</p>
<p>F&#252;r die Betroffenen entstehen oft verwirrende und auch be&#228;ngstigende psychische und somatische Symptome. Diese zeigen sich, eventuell erst Jahre sp&#228;ter, als &#220;bererregbarkeit, &#220;beraktivit&#228;t, j&#228;hzornige Wutausbr&#252;che, &#196;ngste, Panik, Depressionen, Gef&#252;hle von Entfremdung, Konzentrationsst&#246;rungen, Dissoziation, Bindungsunf&#228;higkeit, Schlafst&#246;rungen, Ersch&#246;pfung, chronische Schmerzen, Migr&#228;ne, Nacken- und R&#252;ckenprobleme, Probleme mit dem Immunsystem oder dem Endokrinum, Burnout uvm.</p>
<p>Trauma entsteht, wenn bei &#220;berreizung des Nervensystems der urspr&#252;nglich nat&#252;rliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilit&#228;ts-Reaktion nicht vollst&#228;ndig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt.<br />
Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die k&#246;rperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Ph&#228;nomen verstanden und ber&#252;cksichtigt werden.<br />
Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollst&#228;ndigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsm&#246;glichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zur&#252;ckgewinnen, die zum Zeitpunkt der &#220;berw&#228;ltigung nicht zur Verf&#252;gung stand, bzw. eingefroren ist.</p>
<p><em>„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollst&#228;ndige Antwort des K&#246;rpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilit&#228;t verloren. Wir m&#252;ssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zur&#252;ckzufinden“. </em>( Peter Levine )</p>
<h1 style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;"><strong>Mentalfeld-Technik nach Dr. Klinghardt</strong>®<strong> (MFT)</strong> </span></h1>
<p>MFT basiert auf einem medizinisch-wissenschaftlichen Hintergrund und bietet sowohl Erkl&#228;rungsmodelle f&#252;r das Entstehen von Symptomen und Erkrankungen als auch f&#252;r die Wirkung der Methode an. MFT ist eine neue ultraschnelle und nicht-invasive Intervention zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen und emotionalen Stresszust&#228;nden &#8211; egal, ob der Ursprung ein k&#246;rperliches oder seelisches Trauma oder Problem ist. MFT ist auch erfolgreich bei Phobien, Zwangsverhalten, Hyperaktivit&#228;t und chronischer M&#252;digkeit. Viele &#196;rzte, Zahn&#228;rzte und deren Hilfspersonal in den USA haben diese Methode von Dr. Klinghardt (Pr&#228;sident der American Academy of Neuraltherapy, zur Anerkennung seiner Arbeit wurde er von der &#8220;Global Foundation of Integrative Medicine&#8221; im Mai 2007 zum &#8220;Arzt des Jahres&#8221; gek&#252;rt) gelernt und wenden sie erfolgreich bei vielen Patienten an.</p>
<p>MFT beruht auf der einfachen Erkenntnis, dass seelische Spannungszust&#228;nde und Schmerzen oft dann entstehen, wenn sich der Mentalk&#246;rper als Folge eines Traumas vom physischen K&#246;rper trennt (derjenige kann an bestimmten K&#246;rperstellen -oder &#252;berhaupt- nichts mehr empfinden). Dieser Prozess l&#228;uft f&#252;r die meisten von uns v&#246;llig unbewusst ab. Die Behandlung besteht darin, den abgespaltenen Inhalt des Mentalfeldes durch ein kurzes kl&#228;rendes Gespr&#228;ch aufzudecken. W&#228;hrend der Klient seine innere Aufmerksamkeit dem abgespaltenen Inhalt zuwendet, beklopft der Behandelnde &#8211; oder sp&#228;ter der Klient selber &#8211; Akupunkturpunkte und relevante autonome Schaltstellen, die den Mentalk&#246;rper wieder anhaften und zentrieren. Dadurch entstehen oft Heilungen innerhalb von Minuten, die meist bleibend sind. Die Wirkung von Klopfmethoden konnte der „Vater“ dieser Methode, Dr. Roger Callahan, &#252;ber den Heart Rate Variability Test wissenschaftlich nachweisen.</p>
<p>Die Klopfmethode nach Dr. Callahan wurde bereichert durch Elemente aus Dietrich Klinghardts <em><span style="text-decoration: underline;">Psycho-Kinesiologie</span></em>, aus der <a title="Hypnotherapie" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/hypnocoaching" target="_blank"><em>Ericksonschen Hypnotherapie</em> </a>, dem <a title="Bonding" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/bonding" target="_blank"><em>Bonding</em></a>, der <a href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/deep-memory-process-multidimensionale-tiefenerinnerung-reinkarnation" target="_blank"><em>Multidimensionalen Tiefenerinnerung</em></a> und aus <em>Bert Hellingers <a title="Familienaufstellung" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/familienaufstellung" target="_blank">systemischem Ansatz</a>. </em>Dr. Klinghardt liess sich von den Schamanen in USA ausbilden, so dass Aspekte aus dem<a title="Schamanismus" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/schamanismus-familienstellen-mit-schamanischer-integrationsarbeit" target="_self"><em> Schamanismus</em></a> in seine erfolgreiche Arbeit einfliessen.</p>
<p>MFT behandelt auch folgende Themen: Blockierende oder gesunde physiologisch-anatomische Beziehung von Symptomen, Narben, Z&#228;hnen und K&#246;rperarealen. Blockierende Verstrickung oder gesunde Kommunikation von energetisch verbundenen Arealen.Verkopplung von pers&#246;nlichen Traumen, Erlebnissen und der Entstehung von Glaubenss&#228;tzen, Annahmen, Haltungen und Vorurteilen, Verbindungsnetz wiederholter Traumen und unerl&#246;ster Konflikte innerhalb des Familiensystems.<em>&#8220;Ein Trauma ist eine unterbrochene Selbstheilung und es m&#252;ssen alle 5 Ebenen mit einbezogen werden, um die Blockierung auch auf allen Ebenen zu l&#246;sen</em>.&#8221;</p>
<h1 style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;"> </span></h1>
<h1 style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;">Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)</span></h1>
<p>ist eine von <strong><em>Dr. Francine Shapiro</em></strong> entwickelte neue traumabearbeitende Psychotherapiemethode, die die M&#246;glichkeiten der Behandlung psychisch traumatisierter PatientInnen erheblich verbessern kann. Die Methode ist u.a. von der American Psychological Association (APA) und der International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS) als effektiv anerkannt und wird weltweit erfolgreich in der Behandlung von Traumafolgeerkrankungen eingesetzt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der EMDR-Methode.</p>
<p>Die EMDR-Methode folgt dabei einem Vorgehen in acht umschriebenen Phasen, die eine Detaillierung des &#252;blichen phasenbezogenen Vorgehens bei psychisch Traumatisierten darstellen (Stabilisierung, Traumabearbeitung, Neuorientierung). Besonders ist f&#252;r EMDR, neben dem sehr focussierten Vorgehen w&#228;hrend der Traumabearbeitung, der Einsatz von bilateraler Hirnstimulation (z.B. Augenbewegungen, Fingerber&#252;hrungen oder akustische Signale)  w&#228;hrend des Prozesses des Wiedererinnerns.</p>
<p>EMDR ist mit den Behandlungspl&#228;nen verschiedener Therapieformen vereinbar, setzt aber die Einbettung in ein grunds&#228;tzlich psychotraumatologisch orientiertes Behandlungskonzept voraus.</p>
<h1 class="kurs" style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;">Dr. Fred P. Gallo &#8211; Energetische Psychotherapie</span></h1>
<p>&#8220;<a title="Dr. Gallo" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/energetische-psychotherapie-eine-methode-nach-dr-fred-gallo" target="_blank">Energetische Psychotherapie</a>&#8221; ist ein integrativer hochwirksamer Ansatz zur Diagnose und Behandlung von psychischen Problemen, eine Sammlung von Techniken, die sich gut in andere psychotherapeutische Konzepte integrieren lassen. Eine Studie der Florida State University stuft die von Dr. Gallo geschaffene Synthese unter die schnellsten und effektivsten zeitgen&#246;ssischen Ans&#228;tze f&#252;r u.a. Posttraumatische Belastungsst&#246;rungen ein.</p>
<p>Was ist Energiepsychologie?<br />
Energie-Psychologie, der theoretische Hintergrund, ist ein revolutionierendes neues Paradigma in der Psychotherapie, ein neuartiger Ansatz zur Diagnose und Behandlung psychischer Probleme. Die von Fred Gallo entwickelten Konzepte sind eine Integration aus Konzepten der Hypnotherapie, des NLP, der angewandten Kinesiologie und auch Modellen, die mit den EMDR-Verfahren verwandt sind, sowie Interventionen, die aus der Akupunktur/Akupressur abgeleitet sind.</p>
<p>Energie-Psychologie deutet psychische Probleme als St&#246;rungen im Energiesystem des Organismus und &#8220;balanciert&#8221; sie mit verschiedenen Techniken &#8211; ein systemischer Ansatz, der zu neuer Selbstregulation f&#252;hrt. In Orientierung an die vielfach fundiert beforschten Konzepte der Akupunktur geht man davon aus, da&#223; die zu behandelnden Probleme in Zusammenhang stehen mit Prozessen, die man als &#8220;Energie-Blockaden&#8221; bezeichnen kann. Deshalb wir in Erg&#228;nzung zu den Verfahren der klassischen Kurzzeittherapien u.a. das energetische System beeinflu&#223;t durch Stimulierung der Akupunkturpunkte auf den Meridianen, durch K&#246;rperhaltungen und Bewegungen. Damit setzen diese Interventionen auf einer tieferen Ebene an. Durch die Aktivierung und Nutzung unbewusster Bio-Energie- Felder ergeben sich oft schnell wirksame Selbstheilungsprozesse. Die Interventionen der Energetischen Psychotherapie lassen sich in Beratung und Coaching leicht von den Klienten erlernen und selbst anwenden, sie lassen sich gut in das Vorgehen anderer Therapienschulen integrieren.</p>
<p>Die Energetische Psychotherapie hat sich inzwischen etabliert und kann auf stabile klinische Erfolge in einem breiten Spektrum von Symptomen verweisen. Sie ist u. a. sehr hilfreich bei der Behandlung von &#196;ngsten, Lampenfieber, Panikattacken, Phobien, traumatischen Erfahrungen (PTSD), Depressionen sowie vielen Arten von Schmerzproblemen. Eine breit angelegte amerikanische Studie stuft sie als eine der vier effektivsten psychotherapeutischen Methoden ein.</p>
<h1 class="kurs" style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;">ThetaFloating</span></h1>
<p>Bed&#252;rfnisse sind unverzichtbare, intelligente Lebensimpulse. Sie n&#228;hren uns und dienen unserem k&#246;rperlichen, psychischen und geistigen Wohlsein, indem sie uns darauf hinweisen, was wir jeweils brauchen, um lebendig zu sein. Allein der bewusste Kontakt mit unserem jeweiligen Bed&#252;rfnis setzt einen Energiestrom in Gang, der das Bed&#252;rfnis augenblicklich n&#228;hrt. Wir m&#252;ssen andere nicht mehr f&#252;r unser Erleben verantwortlich machen, weil wir den Schalthebel f&#252;r die gew&#252;nschte Ver&#228;nderung in uns selbst finden. Dies schenkt uns wahre Freiheit!</p>
<p>Ignorieren wir dagegen unsere Bed&#252;rfnisse, empfinden wir Mangel, sind unzufrieden und machen uns abh&#228;ngig von anderen &#8211; wir sind bed&#252;rftig. Wir entfremden uns von uns selbst und dienen pflichtschuldig der Agenda unserer Mitmenschen oder eines gesellschaftlichen Systems. Wir f&#252;hlen uns gefangen und fremdbestimmt, erfahren Dem&#252;tigung und Zur&#252;ckweisung, werden krank und unselig. Zerfressen von Selbstzweifeln und oftmals ohne es zu merken, machen wir die Au&#223;enwelt verantwortlich f&#252;r unser Leiden und zerst&#246;ren damit unsere Beziehungen.</p>
<p>Der k&#252;rzeste Draht zu unserer inneren Quelle f&#252;hrt &#252;ber den K&#246;rper und &#228;u&#223;ert sich im Gef&#252;hl. Bin ich im Einklang mit meinen Bed&#252;rfnissen, geht es mir gut. Bin ich davon getrennt oder entferne mich davon, geht es mir schlecht. Folge ich meinem Gef&#252;hl bewusst und lasse meine Emotionen ungehindert ihre Arbeit tun, die darin besteht, mich durch intelligente Prozesse zu mir selbst zu bef&#246;rdern, stellt sich augenblicklich eine Erleichterung oder Erl&#246;sung ein. Ich f&#252;hle mich wohl. Verhake ich mich dagegen in meinen Gedanken und Vorstellungen, meiner Phantomwirklichkeit, entferne ich mich von mir selbst und dem unmittelbaren Geschehen im Hier und Jetzt. (Esther Kochte)</p>
<h1 class="kurs" style="MARGIN-TOP: 0px; FONT-FAMILY: arial, helvetica, sans-serif; MARGIN-BOTTOM: 5px; FONT-SIZE: 12pt; FONT-WEIGHT: bold"><span style="color: #000000;">Integrale Somatische Psychotherapie (ISP)</span></h1>
<p>bietet einen integrierten und fortschrittlichen Ansatz, der es erm&#246;glicht, alle drei Dimensionen (K&#246;rper, Energie und Bewusstsein) mit zu ber&#252;cksichtigen. Die ISP ist ein integratives Modell, das auf der westlichen und &#246;stlichen Psychologie aufbaut und allen Therapiemodellen ihre Daseinsberechtigung zuzugestehen sucht.<br />
ISP hilft dabei, die Rolle des physischen K&#246;rpers (hier definiert als das Nervensystem sowie alle sonstigen Elemente des physiologischen Systems), des feinstofflichen K&#246;rpers (oder Energiek&#246;rpers) und die des absoluten K&#246;rpers (Bewusstsein/Gewahrsein) bei der Entstehung wie auch der Abwehr psychischer Erfahrungen zu verstehen.</p>
<p>Alle Facetten menschlichen Erlebens (unser Denken, F&#252;hlen, Erinnern, Vorstellen, In-Kontakt-Treten, unser verbaler und nonverbaler Selbstausdruck und unser Handeln) basieren auf unseren drei K&#246;rpern &#8211; dem physischen, dem feinstofflichen und dem absoluten &#8211; und ihrer Interaktion. Der alleinige Fokus auf das Gehirn als A und O unserer Erfahrungen &#8211; so wichtig und wertvoll er auch war &#8211; bedeutete eine massive Einschr&#228;nkung des Verst&#228;ndnishorizonts. Es gibt weitaus mehr Schaupl&#228;tze, an denen menschliche Erfahrungen entstehen und stattfinden.  Der physische, die feinstoffliche und die absolute Ebene in ihrem Zusammenspiel bringt unsere gesamten Erfahrungen hervor. Die  Regulierung dieser drei Ebenen bei heftigen Erfahrungen kann aus dem Tritt geraten und so lebenswichtige Vorg&#228;nge zum Erliegen bringen. Bei ISP werden diese drei Ebenen offener, zug&#228;nglicher und regulierter, kommen mehr ins Gleichgewicht.</p>
<p><em><strong>Dr. Dr. Raja Selvam</strong></em>, u.a. Mitglied des Lehrk&#246;rpers der Fakult&#228;t des Santa Barbara Graduate Institute, entwickelte die Integrale Somatische Psychotherapie (ISP) und in Verbindung hiermit die Integral Trauma Resolution (ITR) zur Aufl&#246;sung von Traumen. Sein mit den Jahren zunehmend eklektisch gewordener Ansatz sch&#246;pft aus Ans&#228;tzen der K&#246;rperarbeit wie der Posturalen Integration und der Biodynamischen Cranio-Sakral-Therapie sowie aus K&#246;rperpsychotherapieschulen der Reichianischen Therapie, der Bioenergetik und der Bodynamic Analysis, der Jungschen und Archetypenpsychologie, aus psychoanalytischen Schulen wie der Objektbeziehungs- und Intersubjektiven Psychologie, aus Somatic Experiencing (SE), Affektiver Neurowissenschaft und dem Advaita Vedanta, einer spirituellen Denkschule Indiens. Er h&#228;lt Vorlesungen und lehrt weltweit. Die Zeitschrift Traumatology ver&#246;ffentlichte im September 2008 seinen Forschungsbericht &#252;ber die Kurzzeit-Behandlung indischer Tsunami-&#220;berlebender durch ein von ihm ausgebildetes Team von Behandelnden, demzufolge fast 90% der Behandelten bei einer Evaluierung 8 Monate nach der Behandlung von einer signifikanten und kompletten Verbesserung der posttraumatischen Belastungsst&#246;rung berichteten.</p>
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		<title>Konflikt &#8211; Problem &#8211; Trauma</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 16:53:49 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur verletzte Menschen verletzen Menschen


WAS IST EIN KONFLIKT?
Ein Konflikt ist ein tragischer Ausdruck eines unbefriedigten Bed&#252;rfnisses (Marshall B. Rosenberg)
Ein Konflikt enth&#228;lt Spannung und Energie. Daraus entsteht im Positiven Bewegung, Kreativit&#228;t und Innovation. Nicht der Konflikt ist das Problem, sondern das fehlende Handlungsrepertoire um die notwendige Ver&#228;nderungen bzw. Verbesserungen zu entwickeln.
Denn nicht der Konflikt ist &#8220;gut&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><em>Nur verletzte Menschen verletzen Menschen</em></strong></p>
<p><em><br />
</em></p>
<h4>WAS IST EIN KONFLIKT?</h4>
<p><strong><span style="color: #ff6600;"><em>Ein Konflikt ist ein tragischer Ausdruck eines unbefriedigten Bed&#252;rfnisses (Marshall B. Rosenberg)</em></span></strong></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #000000;">Ein Konflikt enth&#228;lt Spannung und Energie. Daraus entsteht im Positiven Bewegung, Kreativit&#228;t und Innovation. Nicht der Konflikt ist das Problem, sondern das fehlende Handlungsrepertoire um die notwendige Ver&#228;nderungen bzw. Verbesserungen zu entwickeln.</span></span></p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Denn nicht der Konflikt ist &#8220;gut&#8221; oder &#8220;schlecht&#8221; an sich, sondern die Konfliktaustragungsform ist funktional oder dysfunktional.</span></strong></p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;"><em>Wenn man den Mut hat zur Begegnung mit einem anderen Menschen und wenn man an Konflikten, die sich im Laufe dieses Lebens angesammelt haben, arbeiten will, dann besteht die Chance, zu sich selbst und zueinander zu finden. -Glasl-</em></span></p></blockquote>
<p><strong>Konflikte</strong>&#8230;.</p>
<ul>
<li>zeigen Probleme auf und helfen Problembewusstsein zu entwickeln</li>
<li>zeigen Grenzen auf und helfen Grenzverletzungen zu kl&#228;ren</li>
<li>sind Wurzeln f&#252;r Ver&#228;nderungen</li>
<li>f&#252;hren zu Selbsterkenntnis</li>
<li>verhindern Stagnation</li>
<li>bewirken Konfliktbereitschaft, da sie den n&#246;tigen Druck hierf&#252;r erzeugen</li>
<li>f&#252;hren zur Reflexion und einer differenzierten Sicht der Probleme</li>
<li>zeigen kreative Potentiale und vielseitige L&#246;sungsm&#246;glichkeiten auf</li>
<li>vertiefen das Wissen und die Zuversicht auf weitere erfolgreiche Probleml&#246;sungen</li>
<li>schaffen Erleichterung und Entlastung</li>
<li>offene Konfliktaustragung verhindert zumeist Konflikteskalation und Mobbing</li>
<li>gel&#246;ste Konflikte festigen den Gruppenzusammenhalt</li>
<li>st&#228;rken das Selbstbewusstsein und die Selbstachtung.</li>
</ul>
<h4><span style="color: #ffcc99;">______________________________________________________________</span></h4>
<h4>WAS IST EIN PROBLEM?</h4>
<p style="text-align: center;"><em><span style="color: #000000;">Ein Problem ist etwas, das man hat, aber nicht haben m&#246;chte .<br />
oder<br />
Ein Problem ist ein Ziel, dass auf dem Kopf steht!</span></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="color: #000000;">oder</span></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="color: #000000;">Probleme entstehen durch Ziele, die vom erlebten Ist-Prozess abweichen und (noch) nicht erreicht sind. Ohne angestrebtes Ziel k&#246;nnte es also auch kein Problem geben.</span></em></p>
<p><strong> </strong>Nach <strong><em>PAUL WATZLAWICK</em></strong> gilt:</p>
<dl>
<dd><span style="color: #ff6600;"><strong>Problem = Schwierigkeit + unpassende L&#246;sung</strong></span> </dd>
<dd><span style="color: #ff6600;"><strong>Schwierigkeit + unpassende L&#246;sung = negative Emotion</strong><strong> (Problem) </strong></span></dd>
<dd>&#8220;Wenn die L&#246;sung zum Problem wird&#8221; (Watzlawick) Lass die L&#246;sung weg und probiere etwas anderes! Welche Ressource brauchst Du, damit Du die (unpassende) L&#246;sung weglassen kannst? </dd>
</dl>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Um ein Problem zu haben</strong>, muss man bereit sein einiges an Energie aufzuwenden:</p>
<dl>
<dd>- Man muss dem Ist Zustand, einen wichtigen Soll Zustand gegen&#252;berstellen. </dd>
<dd>- Dann muss man den Unterschied zum Ist Zustand herausarbeiten, diesen negativ bewerten. </dd>
<dd>- Diesen negativ bewerteten Unterschied muss man sehr ernst nehmen, um dabei schlechte Gef&#252;hle zu entwickeln. </dd>
<dd>- Als n&#228;chstes verfolgt man am besten unpassende Strategien mit ebenfalls viel Ernst, damit das Problem bestehen bleibt. </dd>
</dl>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Damit ein Problem besteht, muss folgendes erf&#252;llt sein:</strong></p>
<ul>
<li>Best&#228;ndigkeit: Es geht nicht von alleine weg</li>
<li>Widerstand: Man will es nicht haben</li>
<li>negative Emotion: Man f&#252;hlt sich schlecht</li>
<li>Sinnlosigkeit: H&#228;tte es einen Sinn, w&#228;re es ja kein Problem sondern eine Aufgabe</li>
<li>Unpassende L&#246;sung: Denn h&#228;tte man eine L&#246;sung, w&#228;rs ja nicht mehr da&#8230;</li>
</ul>
<p>Treffen h&#246;chstens 4 der obengenannten 5 Punkte zu, handelt es sich nicht um ein Problem, sondern h&#246;chstens um eine <strong>Schwierigkeit</strong>!</p>
<p>Wenn wir mit uns selbst oder mit unserem Umfeld in <strong>Konflikt </strong>stehen oder ein <strong>Problem</strong> haben, haben wir die Chance, wenn wir den Mut aufbringen, uns damit auseinandersetzten, uns dabei besser kennenzulernen und zu verstehen, uns weiterzuentwickeln. Leben bedeutet Ver&#228;nderung.</p>
<blockquote><p><span style="color: #ff6600;">&#8216;Die entscheidenden Probleme, die wir haben, k&#246;nnen nicht auf derselben Denkebene gel&#246;st werden, auf der wir sie erschaffen haben&#8217; &#8211; Albert Einstein</span></p></blockquote>
<p><span style="color: #ffcc99;">_______________________________________________________________________</span></p>
<h4>WAS IST EIN TRAUMA?</h4>
<p>Fr&#252;he traumatische Erfahrungen, wie sie die meisten von uns in gr&#246;&#223;erem oder kleinerem Umfang erlebt haben, beeintr&#228;chtigen unsere F&#228;higkeit, mit uns selbst und mit anderen wirklich in Kontat zu sein. Auf dieseWeise  werden unsere Lebenskraft und Lebendigkeit eingeschr&#228;nkt, worauf die meisten psychologischen und viele k&#246;rperlichen Probleme beruhen.</p>
<p><em>&#8220;Traumasymptome werden nicht durch das &#228;u&#223;eren Ereignis verursacht. Sie entstehen, wenn &#252;bersch&#252;ssige Energie nach dem traumatischen Ereignis nicht aus dem K&#246;rper entladen wird. Diese Energie bleibt im Nervensystem gebunden und kann auf K&#246;rper und Geist verheerende Auswirkungen haben.&#8221;- Peter Levine</em></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="color: #ff6600;"><strong>TRAUMA = emotional Wunde nach einer Erfahrung, die &#252;berw&#228;ltigend ist, eine Wunde, die auch nach 3 Monaten nicht geheilt ist. Ein Erlebnis, in der eine Person sich in einer f&#252;r sie bedeutsamen Situation wehrlos, hilflos und unentrinnbar ausgesetzt f&#252;hlt und diese mit ihren bisherigen Erfahrungen nicht bew&#228;ltigen kann. Eine nachhaltige Ersch&#252;tterung des eigenen Welt- und Selbstbildes.</strong></span></strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Trauma wird im impliziten Langzeitged&#228;chtnis gespeichert. Dies bedeutet, es ist kein willk&#252;rlicher Zugriff auf die Erinnerung m&#246;glich. Diese Erinnerungen werden stattdessen durch &#228;u&#223;ere Reize, die mit der Extremsituation verbunden sind, wieder unkontrolliert ausgel&#246;st. Die Zeit kann diese Wunde nicht heilen, da<span style="-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.296875); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);"> ein unverarbeitetes Trauma im Gehirn als Gegenwart abgespeichert ist. Aus </span>einem unverarbeiteten Trauma kann man nicht lernen, man steckt solange fest und die erinnerten Gef&#252;hle, Handlungen und K&#246;rperempfindungen werden als gegenw&#228;rtig real erlebt. Die traumatischen Erinnerungen werden als nicht sprachliche Sinneseindr&#252;cke gespeichert, dh. man  kann es kaum verbal beschreiben.</span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>TRAUMA = Blockierte Lebensenergie durch blockierte Lernerfahrung,  es wird nichts mehr integriert, stattdessen wird alles vermieden, was an die traumatische Erfahrung erinnert bzw. einen zwingen w&#252;rde, sich damit auseinanderzusetzten &#8211; dies kostet nicht nur zus&#228;tzlich Energie, sondern schr&#228;nkt den eigenen Lebens- und Erlebensraum ein</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="color: #808080;">Ein Trauma erfasst uns, wenn wir uns in einer Situation bewegen wollten, uns aber nicht bewegen konnten und durften. Wir waren zu ohnm&#228;chtig, uns zu bewegen. Statt uns zu bewegen blieben wir starr. </span></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="color: #808080;">Z. B. Nach dem Trauma der Trennung von unserer Mutter als Kind bleiben wir vor ihr unbeweglich. Statt auf sie zuzugehen, zogen wir uns von ihr zur&#252;ck. Wir wollten den Trennungsschmerz nicht noch einmal erleben. Was war die Folge? Auch sp&#228;ter in anderen Beziehungen hielten wir uns eher zur&#252;ck. Zwar wollten wir zu anderen Menschen hin, wie vor dem Trennungsschmerz zu unserer Mutter, doch jeder Schritt auf diese zu brachte in unserem K&#246;rper und in unserer Seele die tief in uns gespeicherte Erinnerung an den Trennungsschmerz von damals wieder ins Gef&#252;hl. Statt auf andere zuzugehen, wie wir es uns in unserem Inneren sehnlichst w&#252;nschen, halten wir uns zur&#252;ck. Wir werden f&#252;r sie, was unser Intimstes betrifft, unnahbar.</span></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="color: #000000;">Um eine seelische &#220;berforderung zu vermeiden, werden die Einzelreize getrennt im Ged&#228;chtnis abgespeichert. Die Verarbeitung des Erlebnisses = Zusammenf&#252;gen der Einzelerinnerungen zu einer abgeschlossenen Erinnerungsgeschichte, kann in der akuten Situation nicht sofort erfolgen und wird somit auf sp&#228;ter verschoben. Die Verarbeitung, die Wiederherstellung des inneren Gleichgewichtes durch eine Reorganisation des eigenen Welt- und Selbstverst&#228;ndnisses, durch angemessenes Einbauen in die bisherigen Erfahrungen nennt man Integration.</span></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><br />
<span style="color: #ff6600;"><strong>TRAUMA INTEGRIEREN = Lernerfahrung fortsetzen und weiterf&#252;hren, Lebensenergie freisetzen und den eigenen Lebens- und Erlebensraum vergr&#246;&#223;ern. Die im impliziten Ged&#228;chtnis gespeicherte Information kontrolliert und nur soviel als notwendig, in sicherer Umgebung ins Bewusstsein heben und so dem expliziten Ged&#228;chtnis &#252;berf&#252;hren, um </strong></span></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>- zu Lernen, was noch nicht gelernt werden konnte</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>- zu Trauern, um das was nicht stattgefunden hat</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>- Loszulassen, was nicht / nicht mehr m&#246;glich ist</strong></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><br />
</strong></span></p>
<p>In langj&#228;hriger Forschungsarbeit ist es <strong><em>Steven Porges</em>,</strong> Direktor des Brain-Body Center der Universit&#228;t Illinois in Chicago gelungen, ein differenzierteres Bild des parasympathischen Systems zu erhalten. Der Begriff polyvagal bringt zum Ausdruck, dass der Vagus-Nerv (10. Hirnnerv), der den zentralen Teil des parasympatischen Nervensystems ausmacht, verschiedene Charakteristika und Funktionen hat. Die gefundene Differenzierung l&#228;sst sich aus der Evolutionsgeschichte der Lebewesen ableiten und verstehen. Sie hat im Zusammenhang mit Stress- und Traumafolgen eine herausragende Bedeutung f&#252;r jede therapeutische Arbeit.</p>
<p>Das autonome Nervensystem des Menschen sorgt f&#252;r Wohlbefinden und Zufriedenheit, ebenso wie f&#252;r Verteidigung und Schutz. Es ist dabei auf drei f&#252;r unser Leben besonders bedeutsame und unterschiedliche Situationen ausgerichtet, auf den Erhalt von Sicherheit, den Umgang mit Gefahr und Lebensgefahr. Die Arbeit von Porges zeigt, dass der menschliche Organismus des Menschen f&#252;r die oben angef&#252;hrten drei Situationen auch drei unterschiedliche Funktionsmodi bereitstellt: Dorsaler Vagus-Komplex, Ventraler Vagus-Komplex und Interaktionen im polyvagalen System</p>
<p>Im Zustand der Gefahr nimmt der Sympathikus &#252;berhand, Kampf und Fluchtmechanismen werden aktiviert. Der Ventrale Vagus und damit die soziale Kommunikation werden unterdr&#252;ckt. Im Zustand h&#246;chster Lebensgefahr schaltet der Dorsale Vagus die anderen beiden Systeme aus und bringt den Organismus in den Zustand der Erstarrung. Man kann dies wie folgt zusammenfassen:</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="123" valign="top"></td>
<td width="123" valign="top">Nervensystem</td>
<td width="123" valign="top">Funktionen</td>
<td width="123" valign="top">Gehirnstruktur</td>
<td width="123" valign="top">K&#246;rperbereich und<br />
Funktion</td>
</tr>
<tr>
<td width="123" valign="top">Sicherheit</td>
<td width="123" valign="top">ventraler Vagus</td>
<td width="123" valign="top">Selbstberuhigung, Kommunikation</td>
<td width="123" valign="top">Neocortex</td>
<td width="123" valign="top">Kopf, Sprache</td>
</tr>
<tr>
<td width="123" valign="top">Gefahr</td>
<td width="123" valign="top">Sympathikus</td>
<td width="123" valign="top">Mobilisierung, Kampf/Flucht</td>
<td width="123" valign="top">Limbisches System</td>
<td width="123" valign="top">Glieder, Bewegung</td>
</tr>
<tr>
<td width="123" valign="top">Lebensgefahr</td>
<td width="123" valign="top">dorsaler Vagus</td>
<td width="123" valign="top">Totstellen und<br />
Dissoziieren, Passive Vermeidung</td>
<td width="123" valign="top">Hirnstamm (Reptiliengehirn)</td>
<td width="123" valign="top">Eingeweide, Erstarrung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Sicherheit erm&#246;glicht uns, auf andere zuzugehen. Unter Gefahr grenzen wir uns ab, trennen wir uns. Unter Lebensgefahr hingegen kommt jede Bewegung zum Stillstand. Vor einem traumatischen Erlebnis wird der Sympathikus extrem aktiviert und ein hohes Ma&#223; an Adrenalin ausgesch&#252;ttet. <strong><span style="color: #ff6600;">Da der Kampf-/Fluchtmechanismus &#252;berw&#228;ltigt wird, kann das Zuschlagen oder Weglaufen nicht erfolgreich durchgef&#252;hrt werden. Die aktivierte und hochkomprimierte Energie kann ihr nat&#252;rliches Ventil nicht finden.</span></strong> Tiere sch&#252;tteln diese beispielsweise wieder frei und auch die Menschen entladen sich in der Regel. Sie weinen, schwitzen und zittern, wenn der gr&#246;&#223;te Schreck vorbei ist.</p>
<p><strong><span style="color: #ff6600;">Ein gro&#223;er Teil traumatischer Erlebnisse wird vom Organismus der Betroffenen selbst verarbeitet. Erh&#228;lt das Nervensystem aber nicht gen&#252;gend Zeit und Raum zur Entladung, beh&#228;lt es eine innere Ladung. Kopfschmerzen, Nacken- und R&#252;ckenprobleme, Bewegungseinschr&#228;nkungen, Angstattacken, Kontrollzw&#228;nge und leichte Reizbarkeit sind m&#246;gliche Folgen der verbliebenen &#220;bererregung sowie andere k&#246;rperliche Symptome.</span></strong></p>
<p>Die Dysregulation des Nervensystems betrifft auch das dorsale vagale System, die Todesangst, die &#252;berschnell reaktiviert wird. M&#246;gliche bleibende Folgen sind beispielsweise <strong><em>rasches Erstarren vor Angst, Dissoziieren (das Gef&#252;hl zu haben, nicht im K&#246;rper zu sein), Gef&#252;hllosigkeit, Taubheit, Ersch&#246;pfung, Schwindel, Gef&#252;hle von Hilflosigkeit, Opferhaltung, sozialer R&#252;ckzug, Vermeidungsverhalten und/oder Orientierungslosigkeit.</em></strong></p>
<p>Nach einem Trauma muss der Organismus aus dem Zustand der Erstarrung wieder alle Stufen zur&#252;ckgehen, also von der Immobilisierung zum Kampf-/Fluchtmechanismus, und von der Mobilisierung zum sozialen Kontakt. Bei Posttraumatischen Belastungsst&#246;rungen (PTBS) ist es eines der Ziele, die Flexibilit&#228;t und Funktionsf&#228;higkeit dieser Kette wiederherzustellen. Es gilt, aus der Erstarrung wieder in den nat&#252;rlichen Fluss des Lebens zu kommen. PTBS ist ein Gefangensein in der Energie des Schreckens und Gefangensein in der Vergangenheit. Die F&#228;higkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu f&#252;hren, ist eingeschr&#228;nkt, weil das System zu schnell, zu heftig und zu lange aus der Bahn l&#228;uft. Das autonome Nervensystem ist zudem weniger stabil (resilent) als vor dem Trauma, d.h. im Kern ersch&#252;tterte Menschen sind anf&#228;llig auf Retraumatisierungen.</p>
<p><em><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: underline;">Quelle:</span> Peter Itin &#8211; Das polyvagale Nervensystem (</span></em><a href="http://peteritin.files.wordpress.com/2008/09/das-polyvagale-nervensystem1.pdf"><em><span style="color: #000000;">http://peteritin.files.wordpress.com/2008/09/das-polyvagale-nervensystem1.pdf</span></em></a><em><span style="color: #000000;">)</span></em></p>
<p><em><span style="color: #000000;"><span style="color: #ffcc99;">_______________________________________________________________________</span></span></em></p>
<p><strong>Ein Konflikt entsteht oft aufgrund eines Traumatas, wenn durch einen Ausl&#246;ser, welcher uns an das Trauma erinnert, das Trauma &#8220;getiggert&#8221; wird. Das Gehirn kennt keine Zeit und alles ist auf einmal so wie damals, wir empfinden wie damals und wir reagieren unbewusst wie damals. Nur sind wir heute erwachsen und h&#228;tten die M&#246;glichkeit anders zu reagieren als damals. Damals waren wir hilflos, ohnm&#228;chtig, allein, abh&#228;ngig, ausgeliefert etc. Dies trifft heute nicht mehr zu und so h&#228;tten wir heute die Wahl, anders zu reagieren, um zu &#252;berleben. Au&#223;erdem k&#246;nnten wir heute nur auf dieses eine Ereignis konstruktiv reagieren, statt alle &#228;hnlichen ungel&#246;sten Konflikte zu reaktivieren und damit auf die aktuelle Situation &#252;berzureagieren&#8230;</strong></p>
<p>Link:   <a title="Methoden der Transformation" href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/traumatransformation" target="_blank"><em>KONFLIKT-TRANSFORMATION / TRAUMA- INTEGRATION</em></a><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Konflikte entstehen &#252;ber die Wahrnehmung und Bewertung.</title>
		<link>http://www.mediation-konfliktklaerung.de/konflikte-entstehen-ueber-die-wahrnehmung-und-bewertung</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 20:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Titelseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediation-konfliktklaerung.de/?p=1027</guid>
		<description><![CDATA[Ver&#228;ndert sich die Wahrnehmung und Bewertung werden Konflikte transformiert
Das Leben ist ein Prozess der Entwicklung und damit der Ver&#228;nderung. Das, was uns vertraut ist, vermittelt und ein Gef&#252;hl der Sicherheit. Ver&#228;nderung ist mit Unsicherheit, Unsicherheit ist mit Angst verbunden. Das, was mit Angst verbunden ist versuchen wir zu meiden oder abzuwehren. Konflikte bedeuten Ver&#228;nderung, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><span style="color: #ff6600;"><strong>Ver&#228;ndert sich die Wahrnehmung und Bewertung werden Konflikte transformiert</strong></span></p>
<p><strong>Das Leben</strong> ist ein Prozess der Entwicklung und damit der Ver&#228;nderung. Das, was uns vertraut ist, vermittelt und ein Gef&#252;hl der Sicherheit. Ver&#228;nderung ist mit Unsicherheit, Unsicherheit ist mit Angst verbunden. Das, was mit Angst verbunden ist versuchen wir zu meiden oder abzuwehren. Konflikte bedeuten Ver&#228;nderung, denn das innere Bild von uns und der Welt stimmt nicht mit der wahrgenommenen Welt &#252;berein. Es besteht ein Widerspruch. Um uns zu entwickeln und um in Wohlbefinden zu &#252;berleben, m&#252;ssen wir die Harmonie wieder herstellen. Systeme entwickeln sich eigendynamisch durch R&#252;ckkopplung. Der Mensch, das menschliche Gehirn entwickelt sich durch den Austausch mit seiner Umwelt &#252;ber seine Sinne. Hierzu erstellt er ein inneres Bild dar&#252;ber, wie er und die Welt sein sollte und dieses wird st&#228;ndig abgeglichen. Ein Widerspruch stellt zun&#228;chst eine Bedrohung des Selbstbildes dar.</p>
<p><strong>Um zu &#252;berleben</strong> ist es besonders wichtig alles als Bedrohung abzuspeichern, was uns in der Vergangenheit gef&#228;hrdet hat. Damit unsere Sinne derartige Situationen wahrnehmen, bevor wir verletzt werden, wird der Kontext hierzu abgespeichert und mit der Reaktion verkn&#252;pft, welche damals hilfreich war, um k&#252;nftig automatisch sofort reagieren zu k&#246;nnen. Dies nennt man Furchtkonditionierung und diese entsteht und funktioniert unbewusst. Nehmen nun unsere Sinnesorgane etwas wahr, was an eine bedrohliche vergangene Situation erinnert, so entsteht die Emotion Furcht. Ein beobachtetes Verhalten, ein Ger&#228;usch, ein bestimmter Geruch, ein bestimmtes Bild, eine bestimmte K&#246;rperhaltung, die Art und Weise, wie etwas ausgedr&#252;ckt wird, jede Komponente eines ehemals gef&#228;hrlichen Kontextes kann „wiedererkannt“ werden. &#220;ber die Amygdala, der unbewussten Emotionszentrale im Gehirn, wird sofort automatisch die Notfallreaktionen &#252;ber den K&#246;rper ausgel&#246;st. Erst wenn die K&#246;rperreaktion &#252;ber das Gehirn zur&#252;ckgemeldet wird, wird das Gef&#252;hl der Angst wahrgenommen. Dieses Gef&#252;hl der Angst aktiviert nun alle abgespeicherten Erinnerungen aus der Vergangenheit, die einem &#228;hnlichen Kontext entsprechen, um dem Gehirn das ganze angesammelte Wissen zur Verf&#252;gung zu stellen. Jedoch treiben sich die Gef&#252;hle und die Gedanken gegenseitig an. Desto bedrohlicher die Bewertung der Situation, desto gr&#246;&#223;er die Gefahr, desto mehr verliert das logische Denken die M&#246;glichkeit, als Berater auf das zur Verf&#252;gung gestellte Wissen zuzugreifen und in die automatische Reaktionen bewusst einzugreifen. Wenn es um das &#220;berleben geht, dann bleiben nicht die Zeit und die Energie f&#252;r kreatives Denken.</p>
<p><strong>Wurde gelernt, dass Wut/Aggression</strong> ein gutes Verteidigungsmittel ist, so &#252;berlagert die Wut die Angst. Fr&#252;her konnte der Mensch alleine nicht &#252;berleben. F&#252;r ihn waren funktionierende Beziehungen zu anderen Menschen &#252;berlebenswichtig. Aus diesem Grunde f&#252;hlen sich soziale Konflikte so bedrohlich an. Das menschliche Gehirn unterscheidet nicht zwischen k&#246;rperlichen Schmerz und emotionalen Schmerz. Da f&#252;r den Menschen Zugeh&#246;rigkeit und Akzeptanz lebensnotwendig ist, wird Dem&#252;tigung, Ausgrenzung, Verweigerung des pers&#246;nlichen Respekts, soziale Zur&#252;ckweisung wie k&#246;rperlicher Schmerz erlebt. Die „Schmerzgrenze“ eines jeden Menschen ist individuell verschieden, je nach traumatischer biografischer Erfahrung, Sie l&#246;st bei Verletzung Wut/Aggession aus. Diese Wut/Aggression soll zum einen signalisieren, dass derjenige nicht bereit ist, den ihm zugef&#252;gten Schmerz zu akzeptieren und zum anderen die notwendige Handlungsenergie zur Verf&#252;gung stellen, um f&#252;r sich einzutreten. Kann sich die Aggression nicht konstruktiv verbal ausdr&#252;cken, kommt es zur k&#246;rperlichen Gewalt.</p>
<p><strong>Willk&#252;rlich zugef&#252;hrter Schmerz</strong> (Ausgrenzung, Unfairness, Dem&#252;tigung) ist der Ausl&#246;ser f&#252;r Wut/Aggession. Zun&#228;chst wird &#252;ber das Angstzentrum, die Amygdala, die Stressreaktion ausgel&#246;st, die den Menschen in Bereitschaft versetzt. Bei &#220;berschreiten der „Schmerzgrenze“ wird die Insula (die Ekelzentren) sowie der pr&#228;frontale Cortex informiert, der die abgespeicherten Information zu den Folgen eines m&#246;glichen Verhaltens abw&#228;gt (wie f&#252;hlt sich unser Verhalten aus der Sicht des anderen an?) Da f&#252;r unser &#220;berleben die Gemeinschaft, eine gute Beziehung, lebenswichtig ist, ist dieses Abw&#228;gen unseres Verhaltens die einzige M&#246;glichkeit, um die Wut zu b&#228;ndigen. Die Auspr&#228;gung unserer abgespeicherten Informationen ist entscheidend von unserer Erziehung abh&#228;ngig. Haben wir gelernt, die Wut zu unterdr&#252;cken, statt zu transformieren, so wird sie sich zeitlich und/oder kontextabh&#228;ngig verschieben. Dies bedeutet, dass entweder bei einer &#228;hnlichen Situation zu einem anderen Zeitpunkt, diese Wut hinzukommt oder dass zu einem anderen Zeitpunkt und in einer anderen Situation die Wut „rausgelassen“ wird. Denjenigen, der die Wut abbekommt, trifft es dann unvermutet. Da zum einen ca. bis zu 80 % der Einstellungen bis zum 5ten Lebensjahr gepr&#228;gt werden und bis zu 95 % der Informationen unbewusst aufgenommen werden, ist uns das, was unsere Gef&#252;hle, Denken und unser Handeln dem Grund nach bestimmen nicht bewusst direkt zug&#228;nglich. So interpretiert und legitimiert unser bewusstes Denken die eigenen unbewussten Reaktionen, auch wenn es die eigentlichen Gr&#252;nde nicht kennt. Wir finden eine „logische“ Erkl&#228;rung und Rechtfertigung f&#252;r unser Handeln, indem wir das Handeln des anderen entsprechend interpretieren und gegenl&#228;ufiges Wissen ignorieren, um vor uns selbst zu bestehen, unser Selbstbild zu sch&#252;tzen. Aus diesem Grunde ist es so wichtig, einen Schritt zur&#252;ckzutreten, den automatischen Teufelskreis der Emotionen, Gef&#252;hle, Gedanken, Reaktionen zu unterbrechen, um eine bewusste Entscheidung treffen zu k&#246;nnen, wie wir aktuell in dieser Situation bewusst handeln wollen.</p>
<p><strong>Die Furchtkonditionierung</strong> aktiviert automatisch das Angst- und Stresssystem und l&#228;sst uns entsprechend reagieren. Nur eines kann die Fuchtkonditionierung nicht: Erkennen, dass heute der Kontext ein anderer ist, als damals. Damals, als wir hilflos und ohnm&#228;chtig und verzweifelt waren. Als unsere W&#252;nsche und Hoffnungen keine Ber&#252;cksichtigung fanden. Als wir noch so mutig sein konnten, uns jedoch in unserer Abh&#228;ngigkeit keine Wahl blieb. Damals wurden wir von unserer Umwelt gepr&#228;gt und wir haben gelernt, vorrangig das wahrzunehmen, was uns erfahrungsgem&#228;&#223; gef&#228;hrlich werden k&#246;nnte, noch bevor es uns nochmals so verletzten kann.</p>
<p><strong>Entscheidend ist nicht,</strong> was der Sender gesagt hat, entscheidend ist, was bei dem Empf&#228;nger ausgel&#246;st wird. Unser unbewusstes, emotionales Gehirn nimmt alle Signale aus der Umwelt wahr, welche an gef&#228;hrliche Situationen erinnern, um rechtzeitig in Deckung zu gehen, zu fliehen, sich zu verteidigen. Oftmals hat jedoch das, was der Sender kommunizieren wollte, nichts mit dem zu tun, was der Empf&#228;nger verstanden hat. Eine Beziehung entsteht nicht dar&#252;ber, indem wir einander erkl&#228;ren, was ein Tisch und was ein Stuhl ist, sondern dar&#252;ber indem wir versuchen, den anderen Einblick in unsere Welt, in unser so-geworden-Sein und daher so-zu-empfinden zu geben. Daf&#252;r gibt es keine passenden Worte. Deshalb versuchen wir mit Metaphern und mit Bildern unser Selbst sichtbar zu machen. Denn unser emotionales Gehirn, in dem das Sprachzentrum nicht vorhanden ist und das sich entwickelte, lange bevor sich die Sprache entwickelte, kann man mit bedeutungsleeren Worten nicht erreichen. Die Bedeutung des Wortes gibt der Empf&#228;nger. Daher muss der Sender seine Bedeutung mitgeben, indem er f&#252;r den Empf&#228;nger verbal und nonverbal Bilder malt, um den eigentlichen Inhalt zu vermitteln. Diese Bilder werden dann von dem Empf&#228;nger aufgrund seines eigenen Erlebens nachempfunden. Erleben k&#246;nnen wir &#252;ber unsere Gef&#252;hle, die sich in der nonverbalen Kommunikation: Mimik, Gestik, Tonlage, der Stimme, dem Raumverhalten etc. ausdr&#252;cken. All das, wird zwischen den Worten, zusammen mit den Worten und ohne Worte transportiert und auch unbewusst von dem Empf&#228;nger in seinem emotionalen Gehirn entschl&#252;sselt. Der Inhalt der nonverbalen Kommunikation z&#228;hlt f&#252;nf Mal soviel wie der Inhalt der verbalen Kommunikation. Stimmen die beiden nicht &#252;berein, wirken wir nicht glaubw&#252;rdig, nicht vertrauensw&#252;rdig, sind Konflikte vorprogrammiert.</p>
<p><strong>Wir k&#246;nnen uns noch so oft sagen</strong>, das es keinen Grund gibt, Angst zu haben, sich aufzuregen. Dies mag logisch noch so gut begr&#252;ndet sein &#8211; &#228;ndert aber nichts an unseren Gef&#252;hlen. Wir unterscheiden uns darin, wie wir was erleben, aufgrund unserer individuellen Lebensgeschichte. Wir k&#246;nnen den anderen nicht wirklich verstehen, da keiner identisch das erlebt hat, was der andere erlebt hat. Wir k&#246;nnen nur versuchen, das nachzuempfinden, was der andere erlebt hat, nachempfinden, wie er sich f&#252;hlt, um mit ihn in Beziehung zu treten, ihn besser zu verstehen. Doch je weiter die beiden Lebensgeschichten auseinanderliegen, desto weniger ist es uns m&#246;glich. Wir k&#246;nnen nichts nachempfinden, was wir selbst noch nie empfunden haben. Wir k&#246;nnten jedoch akzeptieren, dass der andere seine guten Gr&#252;nde haben wird. Eigentlich k&#246;nnen wir den anderen nicht f&#252;r sein Verhalten verurteilen. Und trotzdem tun wir es, auch wenn die Wahrscheinlichkeit ziemlich gro&#223; sein d&#252;rfte, dass wir uns an seiner Stelle, mit seiner Lebensgeschichte, ebenso verhalten w&#252;rden. Selbstvorw&#252;rfe und Schuldzuweisungen waren noch nie besonders hilfreich, jedoch bewahren sie davor, etwas zu ver&#228;ndern. Wir k&#246;nnen das Verhalten des anderen nicht direkt ver&#228;ndern. Wir k&#246;nnen aber Einfluss nehmen auf die Beziehung, denn diese wird von uns beiden bestimmt. Die Quantentheorie betont den dynamischen Zusammenhang aller Dinge, dass durch die Beziehung alles miteinander verbunden ist und damit alles einander beeinflusst. Ver&#228;ndern wir uns, hat dies Auswirkungen auf die Beziehung und damit auf unsere Umwelt, ebenso wie umgekehrt. Doch dazu m&#252;ssten wir die Beziehung zu uns selbst und zu den anderen bewusst wahrnehmen, statt automatisch unbewusst zu reagieren und dem Gef&#252;hls- und Gedankenchaos freien Lauf zu lassen, wenn es um Konflikte geht.</p>
<p><strong>Die Bewertung</strong>, ob ein Widerspruch f&#252;r uns ein Konflikt ist, geschieht durch unsere Emotionen. Ebenso, wie unsere Emotionen unsere Aufmerksamkeit auf das fokussieren, was f&#252;r uns ein Konflikt ist, so dass wir nicht mehr den Menschen sehen, sondern nur sein Verhalten, das wir bereits aufgrund unserer pers&#246;nlichen Erfahrung bewertet haben. Da aufgrund der Gef&#252;hle alle &#228;hnlich abgespeicherten Situationen aktiviert werden, wird nun mit dem ganzen Handlungsrepertoire unserer Vergangenheit reagiert &#8211; was nicht unbedingt wirklich etwas mit dem tats&#228;chlichen heutigen Geschehen zu tun haben muss. So kommt es zu unangemessenen Reaktionen, zu „Missverst&#228;ndnissen“. Da unsere Emotionen &#252;ber den K&#246;rper unbewusst entstehen und unbewusst von dem anderen, von seinem emotionalen Gehirn, wahrgenommen und wiederum aufgrund der eigenen Erfahrungen interpretiert werden, reagiert er entsprechend. Das alles l&#228;uft unbewusst. Konflikte haben nichts mit einer Sache zu tun &#8211; wenn es so w&#228;re, w&#228;re dies schnell gekl&#228;rt und es k&#228;me gar nicht zu einem Konflikt. Konflikte entstehen auf der Beziehungsebene und k&#246;nnen daher nur &#252;ber die Beziehungsebene angegangen werden. Dass wir die Welt aufgrund unserer individuellen Lebensgeschichte wahrnehmen, daran k&#246;nnten wir nichts &#228;ndern. Dass wir unsere Wahrnehmung und Bewertung der Dinge und Situationen in der Gegenwart ver&#228;ndern und von unserer Vergangenheit unterscheiden, daran k&#246;nnen wir sehr wohl arbeiten. Da wir &#252;ber unsere Emotionen wahrnehmen und bewerten, m&#252;ssen wir unsere Emotionen zu Dingen und Situationen ver&#228;ndern, um unsere Wahrnehmung und Bewertung und damit unsere Beziehung zu ver&#228;ndern.</p>
<p><strong>Konflikte werden also </strong>als Bedrohung wahrgenommen und eine Ver&#228;nderung l&#246;st ebenfalls Angst aus, da wir uns von unserer alten vertrauten Einstellung trennen m&#252;ssen. Wir m&#252;ssen unsere Wahrnehmung und Bewertung der Dinge erweitern, damit das neue „innere Bild“ beide Realit&#228;ten einschlie&#223;en kann. Die alte Wahrnehmung und Beurteilung weicht einer neuen weiteren Wahrnehmung, die die alte mit einschlie&#223;t.</p>
<p><strong>Als erstes</strong> m&#252;ssen wir die Angst akzeptieren. Sie ist ein Bestandteil unseres Lebens. Gleichzeitig ist auch die Ver&#228;nderung, die Entwicklung ein Bestandteil des Lebens, denn Stillstand bedeutet den Tod. Nur was sich ver&#228;ndert, lebt. Leben bedeutet Entwicklung, Entwicklung bedeutet Ver&#228;nderung. Leben ist Ver&#228;nderung. Wenn wir die Angst akzeptieren, dann kann auch der Teil gesehen werden, der eine Ver&#228;nderung m&#246;chte. Es kann das Bed&#252;rfnis gesehen werden, das hinter der Angst steht, die eigenen W&#252;nsche. Sich selbst anzunehmen ist die Voraussetzung einer Ver&#228;nderung. Einfach nur zu sehen, zu h&#246;ren, zu f&#252;hlen was ist. Damit f&#228;ngt man bei sich selbst an, indem man in sich selbst hineinh&#246;rt. Um eine bewusste Ver&#228;nderung zu schaffen, um bewusst handeln zu k&#246;nnen, statt sich in einem Konflikt seinen Gef&#252;hlen und deren unbewussten „&#220;berlebensreaktionen“ zu &#252;berlassen, muss man sich erst bewusst selbst wahrnehmen. Wahrnehmen mit allen Sinnen. Unsere W&#252;nsche und Bed&#252;rfnisse wahrnehmen. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum zu sehen, zu h&#246;ren, zu f&#252;hlen und zu denken, was man wirklich will. Wohlbefinden hat nichts mit Akzeptieren von wahrgenommenen Differenzen zu tun, sondern damit, dass man mit sich selbst und mit seiner Umwelt in Harmonie leben m&#246;chte. Dazu muss man sich mit sich selbst verbunden f&#252;hlen. Zuvor muss man bei einem Konflikt zun&#228;chst Kontakt zu sich selbst aufnehmen, um festzustellen, was man braucht, um eine Ver&#228;nderung zuzulassen.</p>
<p><strong>Man muss wissen</strong>, wo man sich befindet, bevor man herausfinden kann, wohin man gehen will. Viele k&#246;nnen sagen, was sie nicht wollen. Das scheint nicht die Schwierigkeit zu sein. Das ist aber nicht entscheidend. In einem Konflikt muss man wissen, was man stattdessen will, man muss wissen, wo man hinwill, um etwas anzustreben. Und man muss wissen, weshalb man etwas m&#246;chte, um es nachvollziehen zu k&#246;nnen und f&#252;r den anderen nachvollziehbar zu machen. Sonst ist es schwer zu vermitteln und daf&#252;r einzustehen.</p>
<p><strong>Ein Konflikt bedeutet</strong>, dass ein Widerspruch besteht, der nicht unbewusst mit bekannten Reaktionen gel&#246;st werden kann, sondern dass jetzt das bewusste Denken hinzukommen muss. Ein Widerspruch, bei dem zwei entgegengesetzte Positionen aufeinandertreffen erzeugt Spannung und solange keine Entscheidung getroffen wird, wie aus beiden etwas Neues entstehen kann, h&#228;ngt man im Widerstand fest. Dieser Widerstand entsteht auch, wenn man einerseits Angst vor einer Ver&#228;nderung hat und andererseits eine Ver&#228;nderung/Weiterentwicklung will.</p>
<p><strong>Lebewesen sind Systeme</strong> und sind selbst Teil eines Systems, das mit seiner Umwelt kommuniziert und von Anfang an auf Kooperation und Resonanz angewiesen ist. Denn soziale Resonanz wie z.B. zwischenmenschliche Zuwendung, Anerkennung, Wertsch&#228;tzung und gemeinsames Lachen mobilisieren die „Wohlf&#252;hlbotenstoffe“ Dopamin, Oxytozin und k&#246;rpereigene Opioide. Diese wirken positiv sowohl auf die Emotionszentren des Gehirns, als auch auf die emotionale Gesundheit und geben ein positives Gef&#252;hl zu sich selbst. Die Motivationssysteme und die Lebensfreude steuern uns und k&#246;nnen daher als unsere Triebe gesehen werden, die uns antreiben. Daher sind Vertrauen, Zusammenhalt, soziale Akzeptanz, Fairness, Kooperation die Ziele, die den Menschen antreiben. Das Motivationssystem wird somit durch andere Menschen, d.h. durch gute zwischenmenschliche Beziehungen aktiviert. Das Ausbleiben der Aktivierung oder eine Deaktivierung hat Auswirkungen auf das Stressystem. Aus diesem Grunde streben wir nach Harmonie, nach &#220;berleben im Wohlgef&#252;hl. Der Angst vor Ver&#228;nderung steht somit auch immer der innere Trieb nach Ver&#228;nderung gegen&#252;ber, der die Harmonie wieder herstellen will. Daher ist es wichtig auch Verbindung zu dem Teil in sich aufzunehmen, der eine Perspektive sieht.</p>
<p><strong>Doch das geht nur,</strong> wenn man zuvor dem Teil, der Angst hatte Verst&#228;ndnis und Respekt entgegenbringen konnte. Die Angst als wichtigen Lebensbestandteil der eigenen Pers&#246;nlichkeit anzunehmen. Wichtig ist, zu lernen, auf sich selbst zu h&#246;ren, um einen Ver&#228;nderungsprozess folgen zu k&#246;nnen, der Voraussetzung ist, um einen Konflikt zu &#252;berwinden.</p>
<p><strong>Ein Konflikt birgt </strong>die M&#246;glichkeit sich zu &#246;ffnen oder sich zu sch&#252;tzen. Um sich f&#252;r eine Ver&#228;nderung zu &#246;ffnen ben&#246;tigt man ein Gef&#252;hl der Sicherheit, das erst aufkommen kann, wenn die Angst transformiert wurde. Hierzu muss zun&#228;chst der Ausl&#246;ser gefunden werden. Nachdem man tief durchgeamtet hat, als ersten Schritt &#252;ber die Atmung auf die automatischen K&#246;rperreaktionen eingreift, kann man in sich hineinhorchen, um festzustellen, wie man sich f&#252;hlt. Erst m&#252;ssen wir uns unsere eigene Angst bewusst machen, bevor wir in der Lage sind, Mitgef&#252;hl mit den &#196;ngsten des Konfliktpartners zu empfinden. Dazu muss man den Mut finden, der Angst entgegenzutreten. Die Angst ist in ihrer wertvollen Funktion zu w&#252;rdigen. Sie will gesehen und geh&#246;rt werden, denn sie hat ihren Sinn. Sie h&#228;ngt mit Verletzungen aus der Vergangenheit zusammen und hat nicht unbedingt etwas mit der jetzigen Situation zu tun. Man muss lernen, alte Verletzungen von den gegenw&#228;rtigen zu trennen und neue Handlungsm&#246;glichkeiten zu finden. Welche (alten) Gef&#252;hle motivieren das (alte) Verhalten? Mit diesen neuen Informationen ergeben sich neue Verhaltensalternativen. Der Ausl&#246;ser ist wertfrei zu behandeln, die entstandenen Gef&#252;hle werden gew&#252;rdigt, man erf&#228;hrt den Zusammenhang und es entsteht ein neues Verst&#228;ndnis f&#252;r sich und das eigenen Verhalten. Es geht nie um das eigentliche Problem, sondern um die Art und Weise, wie wir es wahrnehmen, bewerten und uns verhalten.</p>
<p><strong>Man kann ein Verhalten </strong>nur ver&#228;ndern, indem man es trainiert. Ebenso, wie man Klavier spielen kann, nicht indem man daran denkt, sondern indem man erlebt, wie es sich anf&#252;hlt, zu spielen. So entsteht Kreativit&#228;t. Neue Gedanken k&#246;nnen durchgespielt werden, neue Erfahrungen k&#246;nnen gemacht werden. Nicht nur das Denken wird klarer, da man wieder Zugang zu seinem bewussten Denken erh&#228;lt, sondern der Mensch kann auch besser wahrnehmen und wieder mitf&#252;hlen. Die Angst reduziert die T&#228;tigkeit unserer Spiegelneuronen, die daf&#252;r zust&#228;ndig sind, dass wir etwas nachempfinden k&#246;nnen. Haben wir wieder Zugriff auf unser logisches Denken, haben wir auch wieder die F&#228;higkeit zur Empathie. Damit kann dann auch die unterbrochene Verbindung zu unserem Gegen&#252;ber wieder aufgenommen werden. Die Harmonie und das Wohlbefinden des Menschen mit sich und der Umwelt wird gesteigert.</p>
<p><strong>Durch die Kommunikation</strong> mit der Angst, durch die Kommunikation mit den eigenen Sinnen und mit sich selbst, kann die eigene Identit&#228;t auf der Grundlage der eigenen Regeln und Gesetzen in Verbindung mit der Umwelt entstehen, statt sich an den &#228;u&#223;eren Regeln und Gesetzen zu orientieren. Durch die Verbindung zu dem eigenen Selbst mit allen Sinnen, erhalten unsere Handlungen und Entscheidungen Authentizit&#228;t. So k&#246;nnen wir uns weiterentwickeln, unser Wissen und unsere Welt erweitern, immer klarer sehen, wobei wir uns selbst treu bleiben. Dies ist ein st&#228;ndiger Ver&#228;nderungsprozess, wobei gleichzeitig die innere Stabilit&#228;t aufrechterhalten wird. Selbstvertrauen und Identit&#228;t kommen von innen, wer sich selber treu bleibt, ist authentisch.</p>
<p><strong>Wenn wir nun die Angst</strong> in einem Konflikt bewusst wahrnehmen bzw. bereits die Wut empfinden, dann ist es wichtig, eine Metaposition einzunehmen. Wenn man sich mitten in der Angst-/Wutspirale befindet, ist es schwierig, sich in dieser Position selbst zu reflektieren. Um sich selbst aus einer Metaposition zu betrachten, muss man erst einmal aus seinem Gef&#252;hls-/Gedanken-Teufelskreis heraustreten. Da sich keine Emotion ohne die entsprechende K&#246;rperhaltung aufrecht erhalten kann, ist es wichtig, zun&#228;chst eine andere K&#246;rperhaltung einzunehmen. Dies erreicht man, wenn man sich auf die eigene Herzgegend konzentriert, tief ein und ausatmet und sich vorstellt z.B. wie die Beziehung war, bevor der Konflikt sich anbahnte und sich an die guten Momente erinnert; sich vorstellt, wie es sich anf&#252;hlt, wenn dieser Konflikt transformiert ist; sich daran erinnert, dass man nicht allein ist, sondern Menschen hat, die einem zur Seite stehen etc. Es ist bereits wissenschaftlich belegt, dass allein die Aufmerksamkeit weg von dem Gegen&#252;ber auf sich selbst zu richten, die Amygdala und damit die K&#246;rperreaktionen beruhigt. Der K&#246;rper entspannt sich, richtet sich wieder auf, &#246;ffnet sich. Hilfreich ist auch, wenn man sich selbst, bzw. die eigene unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige spontane Reaktion mit Humor betrachten kann, z.B. „am liebste h&#228;ttest Du dem armen Kerl den Kopf runtergerissen, dabei hat er/sie doch nur…“ Die Ver&#228;nderung der K&#246;rperhaltung, der K&#246;rperreaktionen und der Emotionen, zeigen sehr deutlich, wann man in der Lage ist, sich aus einer Metaposition zu betrachten. Dann kann man auch die eigene Wut, die Trauer, die Angst ansehen. Und wenn man genau hinsieht, dann kann man auch die Wut/Angst des kleinen M&#228;dchens, des kleinen Jungen von damals erkennen. Doch damals ist nicht heute. Heute h&#228;tten wir andere Handlungsm&#246;glichkeiten als damals, um das zu erreichen, was wir brauchen. Wenn wir damals unser Wissen und unsere M&#246;glichkeiten von heute gehabt h&#228;tten, was h&#228;tten wir getan? Wie h&#228;tte sich das angef&#252;hlt? Indem es sich unser Gehirn vorstellt, werden unsere Ressourcen aktiviert und neue Handlungsm&#246;glichkeiten offenbaren sich. Wir haben immer noch die M&#246;glichkeit, so zu handeln wie damals oder so zu handeln, wie wir es uns jetzt vorstellen k&#246;nnen. Wir haben den ersten Schritt getan, um unsere zuk&#252;nftige Wahrnehmung und Bewertung und damit unsere Reaktionsm&#246;glichkeiten zu erweitern und damit zu ver&#228;ndern.</p>
<p><strong>Das haben wir Menschen </strong>gemein: der Lebensprozess besteht aus Ver&#228;nderungen und aus der Angst vor Ver&#228;nderungen. Angst entsteht aus Unsicherheit. Angst verursacht Stress. Dauerhafter Stress f&#252;hrt zu Burnout. Der Mensch hat alles, was er braucht, um seinen Weg zu finden, seinen Prozess zu gestalten. Am Anfang steht immer die l&#228;hmende Angst und am Ende steht die Lebendigkeit. Desto h&#228;ufiger wir einen Ver&#228;nderungsprozess durchlaufen desto h&#228;ufiger werden wir die Erfahrung machen, wie die Furcht sich in freudige kreative Lebendigkeit verwandelt. Wir betreten jedes Mal Neuland. Jedoch brauchen wir den inneren Signalen, welche uns vor der Angst sch&#252;tzen wollen, nicht l&#228;nger blind zu folgen. Durch den besseren Kontakt zu sich selbst, dem Gef&#252;hl der Verbundenheit, das das eigene Wachsen begleitet und die eigene Einzigartigkeit ausdr&#252;cken l&#228;sst. Wir sind nicht mehr unserer Angst und dem von ihr ausgel&#246;sten Schutzverhalten ausgeliefert, sondern wir nehmen mit allen Sinnen uns und unsere Umwelt wahr. Wir begegnen uns und den anderen Menschen  &#8211; immer wieder neu. (Andrea Keisel, 08/2011)</p>
<p><em>Alle Ver&#228;nderung erzeugt Angst. Und die bek&#228;mpft man am besten, indem man das Wissen verbessert. &#8211; Ihno Schneevoigt</em></p>
<p><em>Wie nahe Furcht und Mut zusammenwohnen, das wei&#223; vielleicht am besten, wer sich dem Feind entgegenwirft. &#8211; Christian Morgenstern (1871 &#8211; 1914), dt. Schriftsteller</em></p>
<p><em>Je nachdem, wie mutig ein Mensch ist, expandiert oder schrumpft sein Leben. &#8211; Anais Nin</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1080" title="Burnout-Vorbeugung" src="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/wp-content/uploads/Burnout-Vorbeugung.png" alt="Burnout-Vorbeugung" width="960" height="720" /><em> </em></p>
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		<title>Wahrnehmung</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 18:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir erzeugen zwar nicht unser Leben selbst, aber im Wesentlichen unser Er-Leben &#8211; Dr. Gunther Schmidt
Unser Bewusstsein entsteht nicht dadurch, dass wir mehr Sinneseindr&#252;cke hereinholen, sondern dadurch, dass wir enorm viel weglassen.
Manfred Zimmermann, Professor am Medizinischen Institut der Universit&#228;t Heidelberg, hat zu diesem Thema sehr interessante Daten geliefert. Er hat festgehalten, dass pro Sekunde 26 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir erzeugen zwar nicht unser Leben selbst, aber im Wesentlichen unser Er-Leben &#8211; <em>Dr. </em><em>Gunther Schmidt</em></p></blockquote>
<p>Unser Bewusstsein entsteht nicht dadurch, dass wir mehr Sinneseindr&#252;cke hereinholen, sondern dadurch, dass wir enorm viel weglassen.</p>
<p>Manfred Zimmermann, Professor am Medizinischen Institut der Universit&#228;t Heidelberg, hat zu diesem Thema sehr interessante Daten geliefert. Er hat festgehalten, dass <strong>pro Sekunde</strong><strong> 26 Milliarden bits Sinneseindr&#252;cke</strong> auf unseren Augapfel treffen . Davon werden von unserem Auge, also visuell 10 Millionen bits Sinneseindr&#252;cke an unsere Sehrinde weitergeleitet. Ungef&#228;hr 1 Millionen bits kommen  auditv, also &#252;ber das Ohr zu unserem Zentralnervensystem. Und dann kommen noch je ein paar Hunderttausend bits &#252;ber das olfaktorisch-gustatorischen System -unser Geruchs- und Geschmackssystems- und &#252;ber unser Empfinden unseres K&#246;rpers, der Kin&#228;sthetik. Es werden also <strong>12 Millionen bits </strong>von unseren peripheren Nervensystem an unser Zentralnervensystem geleitet. <span style="color: #ff6600;"><strong>Doch unser Bewusstsein ist lediglich in der Lage, 40 bits Sinneseindr&#252;cke zu verarbeiten.</strong></span></p>
<p>Ihre Sinne bombardieren Sie also mit Informationen. Ihr Bewusstsein kann aber nur zwischen <strong>5 und 9</strong> <strong>Informationen</strong> auf einmal verarbeiten. Eine Unmenge an Informationen wird also ausgefiltert. Jede Information geht durch <strong>Wahrnehmungsfilter,</strong> die wir im Laufe unseres Lebens erworben haben. Dieser Filterprozess wird durch Ihre Werte und &#220;berzeugungen, Erinnerungen, Entscheidungen, Erfahrungen, und den jeweiligen kulturellen und sozialen Hintergrund beeinflusst, so dass nur durchkommt, wof&#252;r die individuellen Filter empfangsbereit sind, darauf, worauf wir unseren <strong>Fokus</strong> richten. So sieht jeder die Welt durch seine eigene individuelle Brille.</p>
<p><span style="color: #ff9900;"><span style="color: #ff6600;"><strong>Kein Mensch kann also die Welt wahrnehmen, wie sie wirklich ist</strong></span>.</span> Alle Ereignisse,  Situationen oder andere Menschen werden durch die eigene individuelle Brille gesehen, welche auf einen bestimmten Fokus eingestellt ist und dann werden noch die Information durch verschiedenen Erfahrungsfilter interpretiert und bewertet. Daher <span style="color: #ff6600;"><strong>hat jeder seine eigene erlebte innere individuelle Realit&#228;t</strong> <strong>und reagiert entsprechend</strong>. </span>(Beispiel: Zeugenaussagen bei einem Unfall. Jeder hat dasselbe gesehen, aber jeder nimmt aufgrund seiner eigenen individuellen Brille etwas anderes wahr und bewertet entsprechend). Da jeder aufrund seiner eigenen  individuellen Lebensgeschichte sein eigenes Modell der Welt -seine eigene Brille- hat, geh&#246;ren Missverst&#228;ndnisse zur Kommunikation dazu.</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Konflikte k&#246;nnen dort auftreten, wo wir vergessen, dass was und wie wir die Welt erleben, sehr individuell von unserem Fokus, von unserer eigenen individuellen &#8216;Brille&#8217; </strong><strong>abh&#228;ngt</strong><strong> und wir so tun, als h&#228;tten nur wir die einzig g&#252;ltige Realit&#228;t wahrgenommen</strong></span><strong>, obgleich  wir st&#228;ndig filtern und interpretieren und damit uns unsere eigene Realit&#228;t schaffen. Wer kennt nicht das Ph&#228;nomen, dass nur jeder das wahrnimmt, was er scheinbar sehen oder h&#246;ren will und er entsprechend reagiert. So entstehen Missverst&#228;nnisse bzw. Konflikte. </strong></p>
<p><strong>Wenn nun zwei Personen aufeinandertreffen, welche eine unterschiedliche Wahrnehmung, ein unterschiedliches Modell der Welt haben und beide meinen, nur ihre Sichtweise w&#228;re die Richtige, dann haben wir einen Konflikt. Konflikte geh&#246;ren zum Menschsein und indem wir die Sichtweise des anderen kennenlernen, k&#246;nnen wir unser Modell der Welt erweitern, Konflikte transformieren.</strong></p>
<p>Die Studie aus Michigan belegte, dass <strong>emotionaler Schmerz identisch ist mit k&#246;rperlichem Schmerz</strong>. Denn dieselben Areale des Gehirns, welche bei k&#246;rperlichem Schmerz aktiviert werden, werden ebenfalls bei leidvollen emotionalen Reizen aktiviert und auf der organischen Ebene beantwortet<strong>. Soziale Konflikte werden also <strong>von</strong> unserem Gehirn als ebenso bedrohlich bewertet wie k&#246;rperliche Besch&#228;digungen</strong><em>. </em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<h3>unbewusste Informationsaufnahme</h3>
<p>-          Die Amygdala ist Teil des <strong>limbische Systems</strong>, das sich dem Bewusstsein entziehende System, entwickeln sich <strong>embryonal bereits ab der f&#252;nften Woche</strong> und damit weit vor dem bewusstseinsf&#228;higen System, der erst nach der Geburt ausreift und erst mit Ende der Pubert&#228;t abgeschlossen ist.</p>
<p>-          „<strong>Infantile Amnesie</strong>“ f&#252;hrt man auf die mangelnde Sprachkodierungsf&#228;higkeit und den geringen Wortschatz kleiner Kinder, das Fehlen bewusster Erinnerung an die ersten Lebensjahre zur&#252;ck. Die in dieser Zeit erfahrene Extremerlebnisse sind unbewusst pr&#228;sent und beeinflussen unser gegenw&#228;rtiges Handeln.</p>
<p>-          Die <strong>subliminale Wahrnehmung</strong>, das Erkennen von Reizen, die wegen ihrer zeitlichen K&#252;rze oder dadurch, dass sie von anderen Reizen verdeckt (maskiert) werden, k&#246;nnen nicht in das Bewusstsein vordringen, so dass wir angeblich <strong>95 %</strong> unserer Informationen unbewusst aufnehmen.</p>
<p>-          „<strong>Ph&#228;nomen des transgenerationellen Transfers</strong>“ der Bindungsforschung: Gef&#252;hle wie Angst, Wut und Verzweiflung werden an sp&#228;tere Generationen weitergegeben</p>
<p>-          <strong>Stressreaktionen sind schon ab der 23. Woche</strong> zu beobachten und werden im K&#246;rperged&#228;chtnis (als neuronale Vernetzung) gespeichert.</p>
<p>-          Jede Zelle, jedes Organ, jedes Individuum, jede Lebensgemeinschaft hat „ihr eigenes, durch die jeweiligen bisher gemachten Erfahrungen herausgeformtes Ged&#228;chtnis“. Das menschliche Gehirn kann bestimmte Erfahrungen erst dann verbalisieren, wenn auch die F&#228;higkeit zum sprachlichen Ausdruck hinreichend entwickelt ist. <strong>Somit sind zwar alle davor gemachten Erfahrungen „im Ged&#228;chtnis der Zellen einzelner Organe, einzelner Hirnbereiche oder des ganzen K&#246;rpers gespeichert. Sie k&#246;nnen jedoch nicht bewusst erinnert oder mitgeteilt werden, kommen jedoch bisweilen auf andere, zum Beispiel k&#246;rperliche Weise zum Ausdruck</strong>“ (H&#252;ther, 2010b, S. 72-73).</p>
<p>-           „<strong>Sowohl die emotionalen Reaktionen als auch der bewusste Inhalt, sind Produkte spezialisierter Emotionssysteme, die unbewu&#223;t arbeiten“. So kann man das Gef&#252;hl bewusst wahrnehmen, jedoch nicht verstehen, da man den eigentlichen Ursprung nicht kenne und man schreibe einfach dem Ausl&#246;ser die Verursachung zu</strong> (LeDeoux, 2010, S, 321)</p>
<p>-           <strong>„Der Kern des Selbst ist somit nonverbal und unbewusst</strong> und ist eingebettet in die Matrix der Affektregulation“  (Schore, <em>2007, S. 43)</em></p>
<p><strong>„Diejenigen Hirnzellen, die unsere Denk- und Gef&#252;hlswelt und schlie&#223;lich unser Handeln in unseren Grundz&#252;gen bestimmen, liegen au&#223;erhalb in der assoziativen Gro&#223;hirnrinde und sind dem bewussten Erleben nicht direkt zug&#228;nglich. Die Anteile unserer Pers&#246;nlichkeit, die sich vor dem dritten und vierten Lebensjahr ausformte, sind uns aufgrund der ‚infantilen Amnesie’ <em>grunds&#228;tzlich</em> unzug&#228;nglich, ebenso all die Dinge, die uns beeinflussen, ohne dass wir etwas davon merken. […] Unser bewusstes Ich […] gleicht einem Regierungssprecher, der Dinge interpretiert und legitimiert, deren Gr&#252;nde und Hintergr&#252;nde er gar nicht kennt“</strong> (Roth, 2001, S. 368&#8211;370).</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong><em>Somit sind 100 % unserer Erfahrungen in jeder Zelle unseres K&#246;rpers gespeichert und wir verhalten uns ensprechend. Jedoch ist uns die zugrundeliegende Erfahrung oft nur schwer oder garnicht direkt bewusst zug&#228;nglich.</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff9900;"><strong><em><br />
</em></strong></span></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong><em><span style="color: #ffcc00;"> </span></em></strong></p>
<h4><em>Literaturverzeichnis</em></h4>
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<p>H&#252;ther G. (2010b) Die Macht der inneren Bilder, G&#246;ttingen</p>
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<p>Wert L./ Mayer J. (2008) Sozialpsychologie. Heidelberg</p>
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		<title>Lebensfreude -Energie</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 08:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausschlaggebend f&#252;r das Empfinden von Lebensfreude sind unsere Einstellungen, unser Verst&#228;ndnis unserer Welt, wie wir unsere Realit&#228;t erleben. Unserer Realit&#228;t ist das WAS und WIE wir etwas wahrnehmen bzw. interpretieren und beurteilen &#8211; alles hat mindestens 2 Seiten und aus jeder Perspektive sieht es anderes aus, denn es gibt verschiedene subjektive Wahrheiten und alles wirkt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausschlaggebend f&#252;r das Empfinden von Lebensfreude sind unsere Einstellungen, unser Verst&#228;ndnis unserer Welt, wie wir unsere Realit&#228;t erleben. Unserer Realit&#228;t ist das WAS und WIE wir etwas wahrnehmen bzw. interpretieren und beurteilen &#8211; alles hat mindestens 2 Seiten und aus jeder Perspektive sieht es anderes aus, denn es gibt verschiedene subjektive Wahrheiten und alles wirkt, je nachdem, aus welcher Entfernung wir es betrachten, unterschiedlich gross. Zu nahe am Gegenstand, erkennen wir nichts mehr &#8211; zu weit entfernt, ebenso oder bei &#8220;Scheinriesen&#8221;: Je weiter entfernt, desto gr&#246;&#223;er erscheinen sie, doch je n&#228;her sie herankommen, desto kleiner werden sie.  Auch zeigt uns die Dreidimensionalit&#228;t, dass ein und dieselbe Welt aus unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich aussieht. Hinzu zur Perspektive kommt, welche &#8220;Brille&#8221; wir gerade aufhaben, die durch unsere Einstellungen gef&#228;rbt ist. Es geh&#246;rt l&#228;ngst auch zum gehirnpsychologisch umfassend nachgewiesenen Standardwissen, dass die grundlegende Steuerung unserer Wahrnehmung durch unsere Emotionen erfolgt, die wiederum mit unseren Einstellungen verbunden sind. <strong><span style="color: #ff6600;">E</span><span style="color: #ff6600;">s kommt immer darauf an, aus welcher Perspektive und mit welcher Einstellung etwas betrachtet wird.  Ver&#228;ndern wir unsere Wahrnehmung, ver&#228;ndern wir unsere Welt.</span></strong></p>
<p>Nach einer wissenschaftlichen Studie der Harvard Universit&#228;t h&#246;ren wir bis zu unserem 18. Lebensjahr von unseren Eltern, Nachbarn, Bekannten, Freunden und der Gesellschaft 148.000 mal:&#8221;Das schaffst Du nicht!&#8221;, &#8220;Das kannst Du nicht!&#8221;, &#8220;Das ist unm&#246;glich&#8221;, &#8220;Schlag Dir das aus dem Kopf!&#8221;, &#8220;Vergiss es!&#8221; usw. und irgendwann glauben wir selbst, dass wir unsere Tr&#228;ume nicht verwirklichen k&#246;nnen und manche h&#246;ren gar auf zu tr&#228;umen. Wenn niemand an uns und unseren Traum glaubt, f&#228;llt es uns sehr schwer, an uns selbst zu glauben. Wenn es danach ginge, was andere oder die Wissenschaftler f&#252;r m&#246;glich halten, dann d&#252;rfte die schwere Hummel mit ihren kleinen Fl&#252;geln nicht fliegen k&#246;nnen. Denn wenn man die traditionellen physikalischen Gesetze der Aerodynamik zugrunde legt, k&#246;nnen Hummeln eigentlich gar nicht fliegen. Das Verh&#228;ltnis des K&#246;rpergewichts zur Fl&#252;gelfl&#228;che passt nicht. Zum Gl&#252;ck weiss die Hummel nichts davon! Der Hummel w&#252;rde nie im Traum einfallen, daran zu zweifeln, fliegen zu k&#246;nnen. Wie oft sagen wir selbst zu uns oder zu anderen, dass etwas unm&#246;glich ist oder nicht geht&#8230;. <span style="color: #ff6600;"><strong>Unsere Grenzen setzen wir uns selbst oder lassen sie uns gar von anderen setzen &#8211; wir haben immer die Wahl, auch wenn wir sie nicht immer sehen &#8211;  und wir haben selbst die Verantwortung f&#252;r unser Leben und unser Handeln &#8211; auch wenn es nicht immer leicht ist, die eigene Verantwortung zu &#252;bernehmen und f&#252;r sich selbst einzustehen.</strong> <span style="color: #000000;">Es ist leichter die Verantwortung abzugeben und sich als Opfer zu f&#252;hlen. Doch indem wir unsere Verantwortung abgeben, geben wir unsere Kraft ab, unser Leben selbst in die eigenen H&#228;nde zu nehmen. Niemand kann wissen, was wir wollen und was gut f&#252;r uns ist, ausser wir selbst. Keiner kann unser Leben f&#252;r uns leben. Auch tragen wir  selbst die Verantwortung f&#252;r unsere eigenen Gef&#252;hle. Unsere Bed&#252;rfnisse sind untrennbar mit unseren Gef&#252;hlen verbunden. Unsere Gef&#252;hle machen uns unsere Bed&#252;rfnisse erkennbar &#8211; und daran ist niemand &#8220;schuld&#8221;. Unsere Emotionen machen ein Erf&#252;llen oder Nichtber&#252;cksichtigen unserer Bed&#252;rfnisse sichtbar.</span></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="color: #ff6600;">Authentizit&#228;t bedeutet, dass das Handeln einer Person nicht durch externe Einfl&#252;sse oder unbewussten internen Einfl&#252;ssen bestimmt wird, sondern aus der Person bewusst selbst stammt.</span> </strong><span style="color: #000000;">Gef&#252;hle sind zentraler Bestandteil menschlichen Lebens &#8211; ohne Gef&#252;hle keine Authentizit&#228;t. Um nun eine im wahrsten Sinne des Wortes einf&#252;hlsame Beziehung zu mir selbst und anderen Menschen aufzunehmen, ist es daher unverzichtbar, die eigenen Gef&#252;hle &#252;berhaupt wahrnehmen zu k&#246;nnen.</span></span></span></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #ff6600;"><strong>Es gibt Gef&#252;hle. </strong></span>Sie sind eine Information &#252;ber den Stand der innermenschlichen Verarbeitung von Erlebnissen im Jetzt und im Fr&#252;her. Sie k&#246;nnen positiv oder negativ empfunden und bewertet werden. Von negativen Gef&#252;hlen und Emotionen spricht man landl&#228;ufig dann, wenn es sich um schwierige, also unangenehme oder unerw&#252;nschte innere Zust&#228;nde handelt, zum Beispiel &#196;rger, Eifersucht, Wut, Entt&#228;uschung, Neid. Es sind &#8220;schwierige&#8221; Gef&#252;hle. Und sie sind! Sie existieren. Unterdr&#252;ckung und moralische Bewertung machen uns krank und unsozial. Langfristig f&#252;hrt diese Verdr&#228;ngung in eine unbewusste Selbstsch&#228;digung auf der k&#246;rperlichen und psychischen Ebene. Doch haben diese Gef&#252;hle einen Grund. Sie sind die nat&#252;rliche Schutz- und Abwehrreaktion auf Verletzungen in der Vergangenheit. K&#246;rperliche Verletzung und seelische Verletzungen. Das geschieht oft in der fr&#252;hen Vergangenheit eines Menschen, wenn alles noch ungesch&#252;tzt und ungefiltert in ihn hineingeht, ihn zutiefst trifft und pr&#228;gt. Die durch solche Verletzungen entstandenen Wunden vernarben zu &#252;berempfindlichen Stellen, die nie mehr ganz verheilen: die Ur-Verletzungsgef&#252;hle. Erst im passenden Konfliktfall werden diese Vorverletzungsgef&#252;hle wieder aktiviert und brechen dann als scheinbar verj&#228;hrtes Weh mit alter Wucht beim Erwaschenen durch.</span></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #000000;">Es gibt die Ur-Verletzungsgef&#252;hle beim urspr&#252;nglichen Leid, die Hilflosigkeit dazu und die Trauer dar&#252;ber und es gibt die Abwehrgef&#252;hle, wie z.B. Wut, Hass, &#196;rger, Gier, Selbstmitleid, Misstrauen, Resignation, die sp&#228;ter automatisch als Schutzreaktion &#252;ber die Urverletzungen gelegt werden. Im Grunde sind es Bew&#228;ltigungsstrategien, Aufr&#252;stungsbem&#252;hungen, Tarnungsaktionen, Verhaltenstaktiken, die die Vorverletzungsgef&#252;hle verbergen. Da ein Konflikt nun tief geht &#8211; mitten in die alten Vorverletzungsgef&#252;hle hinein -, l&#246;st er dort den automatischen Abwehralarm aus. Die dadurch sofort ausr&#252;ckenden Abwehrgef&#252;hle bewirken aber eine noch gr&#246;&#223;ere Isolierung im Konflikt. Denn Abwehrgef&#252;hle tennen Menschen. Erst die Konfliktereignisse lassen die schwierigen Gef&#252;hle sichtbar werden. An ihnen haftet zus&#228;tzlich noch die Beziehungsdynamik der urspr&#252;nglichen Verletzungssituation. Wer kennt es nicht, wenn man sich pl&#246;tzlich wie das kleine M&#228;dchen, der kleine Junge von damals f&#252;hlt&#8230;. Subjektiv empfinden man hingegen, dass die andere Konfliktpartei es sei, die einen diese Gef&#252;hle macht und somit auch daf&#252;r zust&#228;ndig ist. Der andere ist nur der Ausl&#246;ser f&#252;r das bereits vorhandene Innentrauma der Vorverletzungsreizung und ist nicht der Grund daf&#252;r.</span></span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Es sind nicht nur die &#228;usseren Konflikte, sondern oft auch die inneren Konflikte, die uns blockieren.</strong></span> Unsere Einstellungen haben den Charakter von urteilenden S&#228;tzen (Glaubenss&#228;tzen). Sie entstehen in Situationen, die mit sehr intensiven Gef&#252;hlen verbunden sind und dienen dazu das Geschehen verstehbar und damit sicher oder ertragbar zu machen. Meist werden diese Einstellungen bereits in der Kindheit entwickelt. Lehnen wir Pers&#246;nlichkeitsanteile von uns oder unsere Eltern ab, entdecken wir diese gerne dann bei anderen, um sie dann entweder zu bek&#228;mpfen oder &#8220;anzuhimmeln&#8221;. Was wir in uns selber nicht aushalten, machen wir mit unserer Umwelt aus. Das Bild, das wir in uns von uns und von unserer Welt haben, bestimmt, was wir in Gedanken f&#252;r m&#246;glich halten. Denn nur das, was wir uns selbst vorstellen k&#246;nnen, kann auch f&#252;r uns Realit&#228;t werden &#8211; dies gilt nicht nur im positiven Sinne (self-fulfilling prophecy). Daf&#252;r ist es wichtig, Blockaden aufzul&#246;sen, damit unsere Energie wieder fliessen kann und wir diese nutzen, indem wir unser Leben aktiv selbst gestalten &#8211; statt andere &#8220;verbessern&#8221; zu wollen, ist es effektiver generell mehr, intensiver und tiefer von all dem wahrzunehmen, was in und um uns herum geschieht, um sich selbst besser zu begreifen. Das einzige, was wir dazu brauchen, sind andere Menschen, mit denen wir unsere Wahrnehmungen, Empfindungen, Erfahrungen und Wissen teilen k&#246;nnen.</p>
<p>Es ist inzwischen mittels wissenschaftlicher Verfahren beweisbar geworden, dass das Denken allein &#8211; oder der Verstand, kein geeignetes Instrument ist, um sich damit in der Welt zurechtzufinden, im Gegenteil. Je komplexer die mit Hilfe dieser Ratio gestaltete Lebenswelt wird, je st&#228;rker sich das Spektrum der Handlungsm&#246;glichkeiten des Menschen erweitert, desto mehr vesagt das rationale Denken, wenn es darum geht, komplexe Zusammenh&#228;nge zu erfassen und sinnvolle Entscheidungen zu treffen, die das eigene &#220;berleben sichern und Weiterentwicklung erm&#246;glichen. Das Zeitalter der Rationalit&#228;t geht mit einer bemerkenswerten Erkenntnis zu Ende: Denken k&#246;nnen wir, was wir wollen. Sogar Handeln k&#246;nnen wir &#8211; zumindest eine Zeit lang &#8211; nach unserem eigenen Gutd&#252;nken, aber <span style="color: #ff6600;"><strong>um gl&#252;cklich und zufrieden, mutig und zuversichtlich leben zu k&#246;nnen, m&#252;ssen wir in der Lage sein, etwas zu empfinden</strong></span>. Wir m&#252;ssen also die Intelligenz und die Kraft unserer Gef&#252;hle wieder erkennen, sch&#228;tzen und nutzen lernen.  <span style="color: #000000;">Wir m&#252;ssen die verloren gegangene Einheit von Denken, F&#252;hle und Handeln, von Rationalit&#228;t und Emotionalit&#228;t, von Geist, Seele und K&#246;rper wiederfinden. </span>Sonst laufen wir Gefahr, uns selbst zu verlieren.</p>
<p>Ohne es selbst zu bemerken, entfernt sich der Mensch im Verlauf des Anpassungsprozesses immer weiter von dem, was sein Denken, F&#252;hlen und Handeln urspr&#252;nglich, als er noch ein kleines Kind war, prim&#228;r gepr&#228;gt hatte: die eigene K&#246;rpererfahrung und die eigenen Sinneserfahrung (wenn ein Kind sich freut, dann freut es sich bis in die letzte Zelle und wenn es weint, dann schlurzt der ganze K&#246;rper). Das Bedr&#252;fnis nach Zugeh&#246;rigkeit ist der Schl&#252;ssel zum Verst&#228;ndnis des Anpassungsprozesses, der Menschen dazu bringt, ihr Gef&#252;hl von ihrem Verstand und ihrem K&#246;rper von ihrem Gehirn abzutrennen. Weil  wir Menschen, vor allem als Kinder, allein &#252;berhaupt nicht &#252;berlebensf&#228;hig sind, bleibt einem Kind gar keine andere M&#246;glichkeit, als sich den Denk- und Verhaltensmuster der Familie, der Gemeinschaft anzupassen, von der sein &#220;berleben abh&#228;ngt.</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Das menschliche Gehirn ist aber nicht nur umbauf&#228;higer als bisher angenommen</strong> </span>- die Hinforschung hat bewiesen, dass unser Gehirn eine Baustelle ist &#8211; lebenslang. <strong><span style="color: #ff6600;">Unser Erleben wird von uns selbst und unseren Erfahrungen, die wir in Beziehung zu unseren Mitwelt machen, st&#228;ndig neu kreiert:</span> </strong>Neuronenverbindungen, die wir nicht nutzen, l&#246;sen sich auf, Neuronenverbindungen, die wir h&#228;ufig aktivieren, werden verst&#228;rkt. Jeder neue Reiz veranlasst das Gehirn, nach &#228;hnlichen, bereits abgespeicherten Muster des Erlebens zu suchen und diese wieder aufzurufen. Unbewusst wiederholen Menschen in ihrer Kindheit entstandene und im sp&#228;teren Leben immer wieder verfestigte Erlebens- und Verhaltensmuster.</p>
<p>Die Abwehr von Gef&#252;hlen, von schmerzvollen, traurigen oder w&#252;tenden Gef&#252;hlen, die in einer Beziehung nicht gezeigt werden d&#252;rfen, darum unterdr&#252;ckt werden m&#252;ssen und nat&#252;rlich schwer auszuhalten sind, geht mit muskul&#228;ren Anspannungen einher. Alle Sinneseindr&#252;cke, die mit den alten Erfahrungen assoziiert werden, rufen auch die alten Gef&#252;hle wieder wach. Darauf reagiert der K&#246;rper mit erneuten Anspannungen. Vor allem seelische Verletzungen, die w&#228;hrend der fr&#252;hen Kindheit mit dem Gef&#252;hl von Ohnmacht und Hilflosigkeit, Ablehnung und Entwertung einhergehen, werden auf diese Weise sehr nachhaltig &#8220;verk&#246;rpert&#8221;. Dadurch ver&#228;ndern sich Haltungsmuster und Atmung. <strong><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #ff6600;">Und je st&#228;rker damals, als all das passierte, die emotionale Erregung wa</span>r</span></strong>, entweder schreckliche Angst oder auch als &#252;bersch&#228;umende Freude,<strong> <span style="color: #ff6600;">desto fester sind diese Erinnerungen im Hirn verankert</span></strong>. Oft gen&#252;gt dann ein kleiner Anlass, ein bestimtmes Ger&#228;usch, ein spezieller Geruch, eine besonderer K&#246;rperstellung oder ein eigentlich belanglosser Satz, und es ist pl&#246;tzlich wieder pr&#228;sent: das ganze alte Geschehen steht uns wieder klar vor Augen, die gleichen alten Gef&#252;hle werden wieder wach, und wir rutschen sogar wieder in dieselbe K&#246;rperhaltung wie damals.</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>Die Warhnehmung und das Empfinden und das Denken und das F&#252;hlen und die Stimmungen und die K&#246;rperhaltung und all das, was im K&#246;rper passiert, sind auch viel enger miteinander verbunden und aneinander gekoppelt, als bisher gedacht.</strong></span> &#196;ndern k&#246;nnt man sich also schon. Das ist nicht das Problem. Was aber eine tats&#228;chliche Ver&#228;nderung so schwer macht, ist der Umstand, dass alles so eng miteinander verkn&#252;pft ist: falsche Vorstellungen, fragw&#252;rdige &#220;berzeugungen, &#252;bernommene Haltungen, unterdr&#252;ckte Gef&#252;hle. Gespr&#228;che oder tiefsch&#252;rfende &#220;berlegungen helfen nur, wenn sie auch wirklich auf den Grund gehen, d.h. wenn sie zu grundlegenden neuen Erkenntnissen f&#252;hren, die dann auch neue Erfahrungen m&#246;glich machen &#8211; reale Erfahrungen mit allen Sinnen und Emotionen.</p>
<p>Wir achten zu wenig auf unseren K&#246;rper und unser Wohlbefinden, f&#252;hlen uns st&#228;ndig gehetzt, unter Zeitdruck und angespannt. Wir nehmen uns zu wenig Zeit, zu hinterfragen, was wir brauchen, was uns wichtig ist, warum wir etwas tun, wie wir etwas machen&#8230; Oftmals verbringen wir den Tag wie ein Roboter, der stur nach seinem eingefahrenen Programm arbeitet oder wie der Hamster in seinem Rad. Wir kommen erst zur Besinnung und zum Einhalten, wenn wir krank werden oder uns seelisch schlecht f&#252;hlen. Wir erleben die Welt durch unsere Sinne und je nach unserem Fokus auf die Welt bzw. durch welche Brille wir gerade die Welt betrachten, l&#246;st dasselbe Geschehen bei jedem andere Emotionen aus, die nicht nur unseren K&#246;rper beeinflussen (wir k&#246;nnen nicht alle Informationen aufnehmen, sie werden durch uns gefiltert und dar&#252;berhinaus auch noch von uns interpretiert, daher erlebt jeder seine eigene Realit&#228;t &#8211; jeder hat seine eigene Wahrheit und abh&#228;ngig von unseren Erfahrungen und Einstellungen reagieren wir entsprechend). Die Redewendungen &#8220;das geht mir an die Nieren&#8221;, &#8220;das schl&#228;gt mir auf den Magen&#8221; oder &#8220;an etwas schwer tragen&#8221; dr&#252;ckt aus, <span style="color: #ff6600;"><strong>wie sich unsere Erleben auf unseren K&#246;rper auswirkt.</strong> </span></p>
<p><span style="color: #ff6600;"><span style="color: #000000;">Am deutlichsten gr&#228;bt es sich in unseren Gesichtern ein: ab dem 40ten Lebensjahr haben wir immer mehr das Gesicht, das wir uns &#8220;verdient&#8221; haben, die Lachf&#228;ltchen ebenso wie die Sorgenfalten etc. Schaue genauer in ein &#228;lteres Gesicht und Du siehst auch wie derjenige sein Leben meistert, ob es G&#252;te oder H&#228;rte oder Verbitterung ausstrahlt &#8211; und das heisst nicht, dass derjenige mit einer g&#252;tigen Grundhaltung auf ein leichteres Leben zur&#252;ckblicken kann, als derjenige, der nurmehr das Negative sehen kann. Was jeder aus seinem Leben macht, daf&#252;r tr&#228;gt jeder selbst die Verantwortung. Nur muss man diese auch f&#252;r sein Handeln &#252;bernehmen und kann nicht mehr die Schuld auf andere schieben. Kein anderer ist schuld daran, dass man nach einem Sturz liegen bleibt. <span style="color: #ff9900;"><strong><span style="color: #ff6600;">Wir alle kennen dies Ur-Verletzungsgef&#252;hle, das verbindet uns, wie wir damit umgehen, das bewirkt die Trennung, die Trennung von uns selbst und von anderen. Es ist einfacher, die schwierigen Gef&#252;hle bei anderen zu verurteilen, als bei sich selbst anzusehen &#8211; aber es geht uns sicher nicht gut damit.</span></strong></span></span></span></p>
<p><em>Zu diesen Einsichten hat mir nicht nur meine eigenen &#8220;Lebensweisheit&#8221; verholfen, sondern vor allem die neuesten Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, insb. von  Prof. Dr. rer.nat.Dr.med.habil. Gerald H&#252;ther, Antonio R. Damasio (Professor f&#252;r Neurologie und Leiter  des Departements of Neurologie an der Univerisity of Iowa), Joseph LeDoux (Professor am Center for Neural Science an der New York University), Joachim Bauer (Professor f&#252;r Psychoneuroimmunologie, ausgezeichnet mit dem Organon-Forschungspreis), Gerhard Roth (Direktor des Instituts f&#252;r Gehirnforschung an der Uni Bremen) und der Affektlogik: Dr. med., em. Professor f&#252;r Psychiatrie Luc Ciompi, Ordinarius und Direktor der Sozialpsychiatrischen Universit&#228;tsklinik Bern; Allan N. Schore, Ph.D., Psychoanalytiker und Aissistant Clinical Professor f&#252;r Psychiatrie und Bioverhaltenswissenschaften an der David Geffen School of Medicine der University of California in Los Angeles (gilt als &#8220;the world´s leading authority on neuropsychoanalysis&#8221;), Margit Koemeda-Lutz, Mitglied der Wissenschaftskommission und Forschungsbeauftragte der Schweizer Charta f&#252;r Psychotherapie sowie auch die B&#252;cher und Vortr&#228;ge in diesem Zusammenhang von Dr. Gunther Schmidt (, Dr. med., Dipl. rer.pol., Facharzt f&#252;r psychosomatisch Medizin und Psychotherapie, Mitbegr&#252;nder des Heidelberger Instituts f&#252;r systemische Forschung und Beratung, der Internationalen Gesellschaft f&#252;r Systemisch Therapie (IGST), des Heilm-Stierlin-Instituts, Leitender Arzt der SysTelios-Psychosomatik-Privatklinik, Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg), Dr. med. Godehard Stadtm&#252;ller uvam.</em></p>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong style="text-align: left; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);">“ Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir ungen&#252;gend sind.</strong></div>
<p><strong style="text-align: left; background-color: rgba(255, 255, 255, 0);"></p>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich stark sind.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Vor unserem Licht, nicht vor unserer Dunkelheit f&#252;rchten wir uns am meisten.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Wir fragen uns: “Wer bin ich, dass ich brilliant, grossartig, talentiert, wunderbar sein k&#246;nnte?”</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Tats&#228;chlich aber: Wer bist du, dass du es nicht sein k&#246;nntest?</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Du bist ein Kind des Geistes. Wenn du dich klein machst, dient du nicht der Welt.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Es ist nicht erleuchtet, wenn du dich duckst, damit sich andere in deiner Gegenwart nicht unsicher f&#252;hlen.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Wir sind geboren, um den Glanz des Geistes, der in uns ist, zu manifestieren.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Er ist nicht nur in manchen von uns, er ist in allen.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir anderen die Erlaubnis, es zu tun.</strong></div>
<div style="text-align: -webkit-auto;"><strong>Wenn wir uns von unserer Angst befreien, befreit unsere Gegenwart andere.”(<em>Nelson Mandela, Ausschnitt aus seiner Antrittsrede)</em></strong></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Krisen &#8211; Facetten von Licht und Schatten &#8211; Bewusstem und Unbewusstem -</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 13:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Alles und jeder  muss von Zeit zu Zeit Krisen durchmachen, die in sich immer die Chancen des Stagnierens, des R&#252;ckschrittes, des Scheiterns und des sich wandelnden Neuwerdens tragen. So kommt es auch im &#8216;Verlauf des menschlichen Biografie … in den bekannten Krisenepisoden immer wieder zu Konfrontationen zwischen dem eigenen Licht und dem Schatten&#8217; (Lievegoed 2001, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Alles und jeder  muss von Zeit zu Zeit Krisen durchmachen, die in sich immer die Chancen des Stagnierens, des R&#252;ckschrittes, des Scheiterns und des sich wandelnden Neuwerdens tragen. So kommt es auch im &#8216;Verlauf des menschlichen Biografie … in den bekannten Krisenepisoden immer wieder zu Konfrontationen zwischen dem eigenen Licht und dem Schatten&#8217; (Lievegoed 2001, Glasl 1997). In der Konfrontation von Licht und Schatten finden Person und Gemeinschaft so immer wieder zusammen und arbeiten sich aneinander ab. Die Polarit&#228;ten von &#8216;Licht und Schatten&#8217; und &#8216;Bewusstem und Unbewusstem&#8217; sind wesentlich und sinnstiftend. Die damit verbunden Qualit&#228;ten sind so vielschichtig, wie Menschen es sind. Mit C.G. Jung formuliert, ist die Ganzheit der Realit&#228;t niemals im Umfang des Bewusstem umfasst. Sie schliesst vielmehr &#8216;die unbestimmte und unbestimmbare Ausdehnung des Unbewusstem mit ein&#8217; (Jung, zitiert nach Schacht 1967). &#8216;<span style="color: #ff9900;"><span style="color: #ff6600;"><strong>Der Weg zur Einheit verlangt aber mehr als blosse Flucht und blosses Wegschauen. Er verlangt von uns, immer bewusster in allem die Polarit&#228;t zu sehen, ohne davor zur&#252;ckzuschrecken, die Konflikthaftigkeit des menschlichen Seins zu durchschreiten, um f&#228;hig zu werden, die Gegens&#228;tze in uns zu einen&#8217;</strong></span><span style="color: #000000;"> </span></span>(Dethlefsen et al. 1998). &#220;ber Jung und seinem ersten Mentor Sigmund Freud hinausgehend, reicht sowohl das individuelle als auch das kollektive Unbewusste von der Oberfl&#228;che bis in archetypische Tiefendimensionen. Entsprechend wirken individuelle und kollektive Bewusstseinsschichten bewusst und unbewusst ineinander und komplex miteinander ringend und ausgleichend (Epstein 2007).</p>
<p>Jung hat &#8216;gezeigt, dass sich der Schatten oftmals &#8211; dem Ich unbewusst &#8211; als Projektion manifestiert&#8217;. <span style="color: #ff9900;"><strong><span style="color: #ff6600;">Das, &#8216;was eigentlich als Schatten zum Unbewussten des betreffenden Menschen geh&#246;rt, sucht und findet dieser als einen Mangel, als Schuld, Fehler, Versagen bei einem &#228;u&#223;eren Gegen&#252;ber&#8217;</span></strong></span> (Wehr 1972). Die M&#246;glichkeit des Kranken an der Abwehr des Schattens aus dem Bewussten schliesst Entfremdung in der Folge illusion&#228;rer Lichtidentifikation und Schattenprojektion ein. &#8216;Der Schatten ist die Summe dessen, von dem wir aufs tiefste &#252;berzeugt sind, dass es aus der Welt geschafft werden m&#252;sste, damit diese gut und heil werde. Doch gerade das Gegenteil ist der Fall: Der Schatten beinhaltet all das, was der Welt &#8211; unserer Welt &#8211; zum Heilswerden fehlt. Der Schatten macht uns krank, d.h. unheil, denn er fehlt uns zum Heil&#8217; (Dethlefsen 1998)</p>
<p>Friedrich Glasl ordnet das Pers&#246;nliche Unbewusste mit Hilfe des Schattens in die menschliche Ganzheit ein. Er beschreibt die Wesenselemente menschlichen Lebens als Dreigliederung des Menschen in Leib, Seele und Geist. Den geistigen Kern &#8211; <span style="color: #ff6600;"><strong>die Identit&#228;t </strong></span>&#8211; des Menschen differenziert Glasl wiederum in drei Glieder: in <span style="color: #ff6600;">das h&#246;her Ich</span> (das, was der Mensch im guten Sinne ist und werden kann, seine Ideale, seine geheiligten Werte, die als Einheit die Lichtperson bilden) und <span style="color: #ff6600;">den Doppelg&#228;nger bzw. die Schattenpers&#246;nlichkeit</span> (negative Eigenschaften, Schw&#228;chen, unmoralische Strebungen und Triebe, die als Einheit die Schattenperson bilden); <span style="color: #ff6600;">in der Mitte steht das Alltags-<span style="color: #ff6600;">Ich</span></span><span style="color: #ff6600;">, das in der Spannung zwischen dem Streben nach Realisierung der Lichtperson und der Integration, Umbildung und Erl&#246;sung des Doppelg&#228;ngers lebt.</span></p>
<p>Mit der Wesensentsprechung von Mensch und Organisation wird deutlich, dass Licht und Schatten dunkel und helle Qualit&#228;ten von Menschen und Organisationen repr&#228;sentieren und dass diese bewusst oder unbewusst von Menschen und Organisationen gelebt werden. Wie C.G. Jung gezeigt hat, ist jeder Mensch mit kollektivem Unbewusstem sowie mit Licht und Schatten von Organisationen wie Familien, (Sub-)Kulturen, privatwirtschaftlichen und &#246;ffentlichen Unternehmen sowie Staatsgemeinschaften verbunden. Mit den Gefahren von illusion&#228;ren Lichtidentifikation und Schattenprojektion sind Individuen und Organisationen daher gleichermassen wie mit Potenzialen zur selbstverantworteten Entwicklung konfrontiert.</p>
<p>Im Schatten sind nicht nur negative, sondern auch positive Anteile verborgen (Bowles 1994). Ein Beispiel f&#252;r positive Schattenanteile im Rahmen westlicher Sozialisation ist, dass bei Personen, die sich exakt-k&#252;hler Rationalit&#228;t verschrieben haben, menschliche Potenziale wie Mitgef&#252;hl, Einf&#252;hlungsverm&#246;gen, Widerspruchstoleranz und Liebesf&#228;higkeit in den Schatten gedr&#228;ngt werden.</p>
<p><span style="color: #ff6600;"><strong>&#8216;Daher ist das Unbewusste weder gut noch b&#246;se. Es ist die Mutter aller M&#246;glichkeiten&#8217;</strong></span> (C.G. Jung, zitiert nach Romankiewicz 2004). Vom tibetischen Buddhismus kann gelernt werden: &#8216;<span style="color: #ff6600;"><strong>Das Schreckenerregende wird nicht abgeurteilt oder ausgeblendet, sondern man begegnet ihm mit Respekt und Achtsamkeit, ja sogar mit Mitgef&#252;hl, denn es ist nur die andere Seite der Helligkeit. Und nur darin, alle Seiten zu kennen und zu akzeptieren, liegt die Vollst&#228;ndigkeit des Lebens. Ohne Nacht kein Tag&#8217;.</strong></span> (Romankiewicz 2004)</p>
<p>Die damit sinnvoll werdenden psychoanalytischen Ans&#228;tze der Integration des Schattens und der Bewusstwerdung sind lebendige Paradoxie. Indem der Schatten Teil des Bewusstsein wird, ist er nicht mehr in dem Sinne Schatten, dass er dem Bewusstsein entzogen ist. &#8216;Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung&#8217;, weiss der Volksmund. Wie oft handelt man dann doch wider besseres Wissen? Und wo neues Licht auftaucht, ist neuer Schatten zwangsl&#228;ufig anwesend. &#8211; Man kann es sich, wenn die Sonne aufgeht, an dem noch jungen Spiel von Licht und Schatten vergegenw&#228;rtigen. Die Integration des Schattens ist daher nie abgeschlossen. So bleibt die Aufgabe, aktive Projektionen bei sich zu erkennen, zeitlebens bestehen. Der eremitisch lebende Benediktinerm&#246;nch Pater Gabriel formuliert das in diesem Zusammenhang Wesentlichen: &#8216;Man kann sich nicht mehr mit Ausfl&#252;chten retten. Wenn man zornig ist, dann ist es nicht irgendjemand anderes, der einen ge&#228;rgert hat, ganz offensichtlich ist es man selbst.&#8217;-'Man ist und bleibt zu allem f&#228;hig, bis zum Schluss&#8217; (Derwahl 2000)</p>
<p>Auf dem Weg zur Integration des Schattens ist nicht zuletzt im Blick zu behalten, dass der Schatten nicht alles, sondern eine von drei Basisqualit&#228;ten des eigenen Innersten ist. <span style="color: #ff6600;"><strong>Wo Schatten ist, ist also auch Licht.</strong></span> Diese Seite beinhaltet die Aufforderung, nicht der Versuchung zu erliegen, sich und/oder das Gegen&#252;ber in der Krise mit dem Schatten zu identifizieren und zu bek&#228;mpfen, Schwarzmalerei zu betreiben und alles und jeden negativ zu sehen. Der Anspruch, nun alles anders machen zu wollen oder zu m&#252;ssen, ist eine Quelle von &#220;berforderung, die mehr als nur den klaren Verstand und den Schlaf rauben kann. Wenn man bei solchen Anspr&#252;chen auch noch unbewusst in alten Denk- und Handlungsmustern stecken bleibt und die Probleml&#246;sung in mehr vom Gleichen sucht, ist das Chaos praktisch genauso perfekt, wie wenn man sich illusion&#228;r &#252;berzogen mit den Lichtseiten der eigenen Existenz identifiziert.</p>
<p>Wie tief schliesslich die Psychoanalyse und mit ihr die Realit&#228;ten und Bilder von Licht und Schatten in der christlich-abendl&#228;ndischen Kultur- und Geistesgeschichte verwurzelt sind, wird von Gerhad Wehr so gezeigt: &#8216;Und wenn der Bergprediger Jesus r&#228;t, <strong><span style="color: #ff6600;">man solle erst den Balken aus dem eigenen Auge entfernen, ehe man den Splitter aus dem des Bruders entfernt</span> </strong>(Matth. 7,5), dann setzt dies eine gewisse Kenntnis von Projektions- und Verdr&#228;ngungsmechanismen voraus, auch wenn dar&#252;ber nicht weiter reflektiert oder theoretisiert wird. Der Vorgang als solcher erscheint evident&#8217; (Wehr 1996). &#8216;Liebe deinen N&#228;chsten wie dich selbst&#8217;, hat Pastorin i.R. K&#228;the von Gierke j&#252;ngst in einer Predigt Jesus Christus biblisch zitiert und pragmatisch werdend herausgearbeitet: &#8216;Denn wer sich selbst nicht gr&#252;n ist, mit dem ist nicht gut Kirschen essen&#8217; &#8220;(<em>Ballreich, Fr&#246;se, Piber (Hg). 2007.  Organisationsentwicklung und Konfliktmanagement, Innovative Konzepte und Methoden. </em>).</p>
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