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	<title>Mediation &#38; Konfliktklärung, Andrea Keisel München &#187; Mediation mit Stellvertretung</title>
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		<title>DIE HALTUNG DES MEDIATORS / Die Haltung des Aufstellungsleiters</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 20:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediation mit Stellvertretung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nachdem ich inzwischen weit &#252;ber hundert Dokumentationen von Mediationsprozessen gelesen habe, wird mir immer deutlicher, was eine gute MediatorIn ausmacht: Es ist zu einem kleinen, keineswegs unbetr&#228;chtlichem Teil, das Wissen, zu einem etwas gr&#246;sseren Teil das Tun und zum gr&#246;ssten Teil das Sein“ (Kurt S&#252;dmersen, Ausbilder f&#252;r Mediation GM, Mitglied der Anerkennungskommission).


DIE VIER A´s DER [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Nachdem ich inzwischen weit &#252;ber hundert Dokumentationen von Mediationsprozessen gelesen habe, wird mir immer deutlicher, was eine gute MediatorIn ausmacht: Es ist zu einem kleinen, keineswegs unbetr&#228;chtlichem Teil, das Wissen, zu einem etwas gr&#246;sseren Teil das Tun und zum gr&#246;ssten Teil das Sein“ (</em>Kurt S&#252;dmersen, Ausbilder f&#252;r Mediation GM, Mitglied der Anerkennungskommission).</p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em><strong>DIE VIER A´s DER MEDIATIVEN HALTUNG (nach Nina Dulabaum)</strong></em></p>
<p><em><strong>ALLPARTEILICHKEIT</strong></em></p>
<p><em>Allparteilichkeit ist eine empathische Grundhaltung allen Konfliktparteien gegen&#252;ber im gleichen Masse. Die MediatiorIn ergreift Partei f&#252;r beide Seiten. Alle Perspektiven werden als prinzipiell gleichwertig anerkannt.</em></p>
<p><em><strong>Das aktive Bem&#252;hen um Allparteilichkeit besteht in:</strong></em></p>
<p><em>- offen wahrnehmen und die eigenen Wahrnehmung reflektieren</em></p>
<p><em>- Wahrnehmung und Reflexion der K&#246;rpersprache &#8211; der eigenen und der der Klienten &#8211; 80 % der Kommunikation verl&#228;uft nonverbal</em></p>
<p><em>- Nicht bewerten, statt dessen fragen, MediatorIn nimmt die Werte, Wertigkeiten und Wertzuschreibungen der Medianden ernst und gestaltet den Mediationsprozess, auch wenn sie nicht die des Mediators sind oder f&#252;r ihn schlecht nachvollziehbar</em></p>
<p><em>-  Mediand respektvoll begegnen &#8211; darauf achten, dass keiner sein Gesicht verliert</em></p>
<p><em>- Konstruktiv widerspiegeln (Spitzen und Angriffe weitgehend herausfiltern) Positive &#220;bersetzungst&#228;tigkeit</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>ANERKENNUNG</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Anerkennung meint das W&#252;rdigen, das Respektieren und das Achten der Pers&#246;nlichkeiten: Ich nehme die Personen ernst und begegne ihnen mit Wertsch&#228;tzung.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>AKZEPTANZ</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Akzeptanz heisst, die Einzigartigkeit von Menschen anzuerkennen: Jeder Mensch hat seine eigenen Betrachtungen und Interpretationen, seine eigenen Empfindsamkeiten und F&#228;higkeiten, die Welt wahrzunehmen und ihr zu begegnen. Eine akzeptierende Haltung einzunehmen bedeutet, wertfrei anzunehmen was ist, unabh&#228;ngig davon, wie vertraut oder fremd eine Verhaltensweise oder Handlung f&#252;r mich sein mag.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>AFFIRMATION</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Positive Best&#228;tigungen der Konfliktparteien: Ich gebe Ihnen meine Aufmerksamkeit und bin an Ihrer Sache interessiert. Ich traue Ihnen zu, den Konflikt zu l&#246;sen.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Best&#228;tigen folgt dem Respekt der Andersartigkeit des Anderen; es setzt in vielen F&#228;llen voraus, dass sich der/die Best&#228;tigende in den Anderen hinein versetzten kann (Ich nehme wahr, dass das eine sehr belastenden Situation f&#252;r Sie ist!) Durch Best&#228;tigung f&#252;hlt sich die Person gesehen.</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die MediatorIn wie die AufstellungsleiterIn muss sich zur&#252;cknehmen, um <strong>offen wahrzunehmen</strong>, was ist. Beide (die AufstellungsleiterIn und die MediatorIn) setzten sich einer Wirklichkeit aus, wie sie an der Oberfl&#228;che erscheint, also, was der Klient sagt, was geschehen ist, wie er es sieht und &#228;hnliches.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber zur gleichen Zeit schauen sie nicht nur auf den Klienten, sondern lassen das ganze Umfeld auf sich wirken, das verborgen ist. Diese Art der <strong>Aufmerksamkeit</strong> ist nicht gezielt auf einen Punkt, sondern sie geht in die Weite, ohne dass man etwas Bestimmtes sucht nimmt sie wahr, was noch mitschwingt. In der Aufstellung fr&#228;gt die AufstellungsleiterIn ebenfalls die Repr&#228;sentanten nach ihren subjektiven Wahrnehmungen und Gef&#252;hlen und stellt sich bei gro&#223;en Emotionen dazwischen &#8211;wie die MediatorIn- und reframt.</p>
<p style="text-align: justify;">Beide haben<strong> </strong>keine Absicht (eine Absicht engt das Blickfeld ein) und keine Angst vor dem, was hochkommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Und ebenso wie die AufstellungsleiterIn ben&#246;tigt die MediatorIn <strong>Mut</strong>, sich dem zu stellen, was kommt und aus dem Nicht-&#196;ndern-Wollen und stattdessen Sein-Lassen, es Stehen-Lassen zu k&#246;nnen, was ist, <strong>ohne Wertung</strong>, ergibt sich die M&#246;glichkeit hilfreich mit dem umgehen zu k&#246;nnen, was sich zeigt. Beide sind im Einklang mit der Welt, wie sie ist, mit den Schicksalen, wie sie sind, mit dem Leben wie es ist. Sie treten nicht auf als jemand, der gegen etwas antritt und es verbessern will oder der weiss wie es geht oder was richtig ist. Sie k&#246;nnen die Menschen stehen lassen, wie sie sind. Den anderen als Person und Pers&#246;nlichkeit akzeptieren und annehmen, mit seinen Schw&#228;chen und Eigenheiten, ernst nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wertsch&#228;tzung </strong>geht nicht ohne wirkliches Interesse am Menschen. Die Mediation beachtet sowohl die sachliche als auch die emotionale Dimension des Konflikts. Voraussetzung f&#252;r die konstruktive Konfliktl&#246;sung ist die Achtung und Best&#228;tigung der Gespr&#228;chspartner. Die Medianden m&#252;ssen sich akzeptiert und verstanden f&#252;hlen, um sich anderen zuwenden und Verst&#228;ndnis f&#252;r diese gewinnen zu k&#246;nnen. Genauso ist Voraussetzung einer Aufstellung die Achtung des Klienten, seines Systems und seines Schicksals.</p>
<p style="text-align: justify;">MediatorIn wie AufstellungsleiterIn dr&#252;cken diese Wertsch&#228;tzung im ganzen Verhalten und Umgang aus, besonders jedoch, indem sie <strong>aktiv zuh&#246;ren</strong>, alles zur Sprache kommen lassen und nichts verurteilen oder werten. Sie nehmen Gef&#252;hle, Widerst&#228;nde, Einstellungen, Interessen ernst, auch wenn sie sie nicht unbedingt teilen. Alle Beteiligten, in der Mediation sowie in der Aufstellung, sind ergebnisoffen, interessenoffen, gemessen an den sachlichen oder emotionalen Interessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Erst wer die Furcht &#252;berwunden hat, kann klar sehen was ist. Sowohl f&#252;r die AufstellungsleiterIn als auch f&#252;r die MediatorIn ist <strong>Furchtlosigkeit</strong> eine wichtige Voraussetzung, denn sie m&#252;ssen aushalten k&#246;nnen, was immer sich ihnen zeigt. Und so m&#252;ssen beide in der Lage sein hineinzugehen, sich tragen zu lassen und dem zu vertrauen, was kommt. Das kann man, wenn man respektiert, dass die L&#246;sung in dem Klienten selbst liegt (und nicht in der AufstellungsleiterIn/MediatorIn). Abgesehen davon, dass <strong>Vertraulichkeit </strong>sowohl f&#252;r die MediatiorIn als auch f&#252;r die AufstellungsleiterIn verpflichtend ist, geh&#246;rt zur T&#228;tigkeit der MediatorIn/AufstellungsleiterIn viel <strong>Vertrauen </strong>- in sich selbst und in die Medianden/Repr&#228;sentanten. Der sehr erfahrene amerikanische Mediator John Haynes hat gesagt: <em>Jeder Mensch tr&#228;gt die Weisheit in sich, zu wissen, was f&#252;r ihn gut ist.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vertrauen</strong> muss ich zuallererst und vor allem aber mir selbst &#8211; mir als MediatorIn, mir als AufstellungsleiterIn. Zu diesem Selbstvertrauen geh&#246;rt vielerlei: Ich muss wissen, was ich will. Ich muss wissen, was ich leisten kann. Ich muss Wunsch und Realit&#228;t in Einklang bringen. Ich muss, um Wichtiges zu erreichen, auf nicht so Wichtiges verzichten. Und einem anderen vertrauen hei&#223;t: mich ohne Angst mitteilen zu k&#246;nnen und mir Mitgeteiltes f&#252;r mich zu behalten. Vertrauen heisst auch, nicht meine Wertma&#223;st&#228;be an das Empfinden und Verhalten anderer anzulegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Klient ist selbstverantwortlich, entscheidungsbefugt und &#8211;kompetent. Es geht um die unvertretbare personale Antwort (unvertretbar = eine andere Person kann nicht f&#252;r uns antworten). Deshalb verlangt der Charakter der Mediation/Aufstellung als <strong>Respekt</strong> vor der eigenverantwortlichen L&#246;sungskompetenz jedes Teilnehmers, dass dieser <strong>frei</strong> <strong>und</strong> <strong>willig</strong> in die Mediation/die Aufstellung kommt und er seine L&#246;sung selbst erarbeitet, da er sie auch selbst zu tragen hat bzw. seine L&#246;sung sich zeigen darf und er nur soweit geht wie er es zulassen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Jeder ist f&#252;r die Wahrnehmung und Wahrung seiner eigenen <strong>Grenzen </strong>zust&#228;ndig und muss sich auch zeigen und ausdr&#252;cken. Jeder ist f&#252;r sich selbst verantwortlich. Diese Verantwortung wird niemanden durch die Leitung abgenommen. Es ist die Aufgabe der Leitung den Klienten aus seiner Opferrolle zu holen und ihm zu helfen, seine eigene Verantwortung zu erkennen und zu &#252;bernehmen. <span style="color: #ff6600;">Nur wer f&#252;r sich die Verantwortung &#252;bernimmt, kann an einer L&#246;sung arbeiten, die er annehmen kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Realit&#228;t ist Autorit&#228;t, denn die Illusionen von heute sind die Katastrophen von morgen </em>(Ruth Cohn). Beide, die MediatorIn wie die AufstellungsleiterIn bringen die Handlungen und das Erleben hinein, indem sie die <strong>Dinge beim Namen nennen</strong>: was ist geschehen, wie hat es der Klient erlebt. Es geht um die ungeschminkte Wahrheit, auch wenn sie zun&#228;chst schlimm klingen mag. Je n&#228;her wir an der tats&#228;chlichen Beschreibung des Geschehens bleiben, desto klarer wird es, desto kraftvoller wird eine Aussage. Selbst das Schrecklichste verliert einen Teil seines Schreckens dadurch, dass es beim Namen genannt wird. Das Geschehen kann dadurch weiter angeschaut werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus dem Glauben, dass <strong>Wahrheit heilt</strong> und mit dem Grundwillen, alles erst mal so zu akzeptieren, wie es nun mal ist, ergibt sich dann auch ein Sprechen des Mediators/Aufstellungsleiters, das klar und wahr ist, ohne zu verletzen oder zu besch&#246;nigen. Je einfacher das Erlebte ausgesprochen wird, desto gr&#246;&#223;er ist ihre Kraft. z.B. zun&#228;chst durch Doppeln Offensichtliches benennen: Ich war sprachlos. Die Gef&#252;hle, die dann hochkommen d&#252;rfen, brauchen ihren Raum, m&#252;ssen benannt werden. Unterschwellige Gef&#252;hle werden explizit ausgesprochen und richtig etikettiert. Dadurch wirken sie nicht mehr unterschwellig vergiftend. Die Gef&#252;hle aus der Abwehrschicht (Kern-Schalen-Modell nach Samuel Widmer)  d&#252;rfen zun&#228;chst sein und werden &#252;berfl&#252;ssig, sobald das Gef&#252;hl dahinter (das Weh-Gef&#252;hl) ebenso ausgesprochen wurde. z.B. kann hinter &#220;berheblichkeit ein starkes Bed&#252;rfnis nach Wertsch&#228;tzung stehen, hinter Zynismus eventuell Einsamkeit…, nach dem Prinzip: <strong>Identifizieren &#8211; Etikettieren &#8211; Vertiefen &#8211; Akzeptieren. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">So werden z.B. durch Doppeln die zwischen den Zeilen geh&#246;rten Botschaften und Beobachtungen vom AufstellungsleiterIn/MediatorIn  f&#252;r den Klienten ausgesprochen. Es ist wichtig, dies als Vorschlag, als Angebot mit &#228;ussester Sorgfalt, Einf&#252;hlung, Respekt und Vorsicht zu formulieren, der Klient &#252;berpr&#252;ft, ob es f&#252;r ihn stimmig ist oder nicht bzw. ob es umformuliert werden muss.  Die jeweiligen Sichtweisen und Gef&#252;hle werden <strong>vorwurfsfrei </strong>ausgesprochen, so dass f&#252;r alle ein genaues und umfassendes Gesamtbild entsteht. Die Gef&#252;hle auszudr&#252;cken, ohne jedoch den anderen zu verletzten, das verschafft „Luft“ und verhilft zu einem vertieften Verst&#228;ndnis. Bevor eine Anerkennung der gegenseitigen Interessen, Bed&#252;rfnisse, W&#252;nsche und mit ihnen alles, was den Klienten bewegt, was gel&#246;st werden soll, m&#246;glich ist, m&#252;ssen die eigenen Interessen, Bed&#252;rfnisse, W&#252;nsche ausgedr&#252;ckt und formuliert werden, muss eine <strong>Selbstkl&#228;rung </strong>erfolgen. In der Mediation unter Gesch&#228;ftspartnern kann vielleicht nicht jedes Gef&#252;hl so offen benannt werden, jedoch muss mit den Gef&#252;hlen gearbeitet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist paradox: Zu sagen, „ich habe kein Vertrauen“, ist der gr&#246;&#223;te Vertrauensbeweis, der in einem solchen Moment m&#246;glich ist. Negative &#196;u&#223;erungen &#252;ber die Beziehung sind das Ehrlichste und damit Vertrauensstiftende, was in dem Moment geht. Das hei&#223;t, dass diejenigen, die als Kommunikationsterroristen erlebt werden, die das Negative auf den Tisch bringen und offen aussprechen, die sind, die noch Interesse und Hoffnung haben auf eine Verbesserung der Situation.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Sowohl f&#252;r die Mediation als auch f&#252;r die Aufstellung hat der <strong>Transformationssatz</strong> G&#252;ltigkeit:</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>-          <strong>Bekr&#228;ftigung </strong>(Empowerment), die eigenen Interessen, Bed&#252;rfnisse, W&#252;nsche und mit ihnen alles, was Sie bewegt, was geregelt werden soll, auszudr&#252;cken und zu formulieren</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>-          <strong>Anerkennung </strong>(Recognition) der gegenseitigen Interessen, Bed&#252;rfnisse, W&#252;nsche, Ziele, Fertigkeiten, Optionen, Ressourcen als innere Reserven usw.</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Sowohl im Mediationsprozess als auch in der Aufstellung gilt <strong>Verfahrensneutralit&#228;t</strong> in Bezug auf Schuld und Gerechtigkeit. Das Bem&#252;hen um Verfahrensneutralit&#228;t ist schwierig, da die Klienten manchmal an unterschiedlichen Ausgangspunkten stehen, was z.B. ihre Abl&#246;sung voneinander anbelangt. Verfahrensneutralit&#228;t bedeutet in beiden F&#228;llen, Raum zu schaffen f&#252;r die Wahrnehmung der Klienten/Repr&#228;sentanten, da sie an verschiedenen Ausgangspunkten stehen. Dies l&#246;st h&#228;ufig sehr heftige Gef&#252;hle aus. Die MediatorIn sowie die AufstellungsleiterIn m&#252;ssen sich nach dem Langsameren richten. Um in solchen Situationen von &#196;ngsten, Vorurteilen und scheinbar unumst&#246;&#223;lichen Positionen wegzukommen, muss die MediatorIn die Klienten wirklich verstehen und sie dadurch unterst&#252;tzen, f&#252;r sich selbst einzustehen. Auf Grundlage dieses Verst&#228;ndnisses kann es in der Mediation in kleinen Schritten weitergehen von Positionen in Richtung darunter liegender Interessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bed&#252;rfnisse/Interessen sind nicht verhandelbar und k&#246;nnen daher vom anderen stehen gelassen werden. Die AufstellungsleiterIn sorgt ebenso wie die MediatorIn daf&#252;r, dass sich der Klient/Repr&#228;sentant als eigenst&#228;ndige Person wahrnehmen kann, getrennt vom anderen. Weder MediatorIn noch AufstellungsleiterIn leiden mit dem Klienten, sondern f&#252;hlen mit, bringen den Klienten weg von der Opferhaltung, hin in die <strong>Eigenverantwortung</strong>. Denn wer gesehen wird, kann sich zur&#252;cknehmen und hat dadurch die Chance zur Einsicht. Wichtig ist f&#252;r die MediatorIn /AufstellungsleiterIn eine positive Einstellung zum Leben, zu Menschen; in konfliktreichen Situationen und in Krisen auch die Potentiale und Chancen f&#252;r Wachstum und Ver&#228;nderung zu sehen, Spannungen auszuhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Dar&#252;ber hinaus ist die <strong>Authentizit&#228;t</strong> und Klarheit der MediatorIn/AufstellungsleiterIn als Person und Pers&#246;nlichkeit Vorrausetzung, damit sie in ihrer grunds&#228;tzlichen Haltung <strong>wahrnehmbar und wahr nehmbar</strong> f&#252;r den Klienten ist und sie ist zu 100% <strong>pr&#228;sent</strong>. Scharfblick und Herz m&#252;ssen eine gute Verbindung zueinander haben. Auch das Herz soll sich nicht nur nach au&#223;en richten, sondern auch das Innere des Mediators liebevoll akzeptieren. Alle Schattenseiten, die man an sich kennt und akzeptiert, kann man auch bei anderen akzeptieren.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Mediation wie in der Aufstellung findet eine Begegnung mit dem gesamten (handlungs- und gef&#252;hlsleitenden) Welt- und Menschenbild des Mediators/Leiters und seiner Pers&#246;nlichkeit statt, welche sich in seinem gesamten Sein ausdr&#252;cken und als verborgenen Voraussetzungen all seiner Interventionen wirksam werden. Hier wirken verarbeitete Spuren, die das Leben hinterlassen hat.</p>
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		<title>Mediation mit Stellvertretung</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 10:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediation mit Stellvertretung]]></category>

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		<description><![CDATA[H&#228;ufig bleiben Konflikte unbearbeitet und ungel&#246;st, weil nicht alle beteilligten Konfliktparteien, sondern nur eine Konfliktpartei zu einer Mediation bereit ist. Erfahrungen zeigen, dass Mediation auch m&#246;glich ist, mit nur einer anwesenden Konfliktpartei. Dieses Vorgehen nennt sich Mediation mit Stellvertretung.
Die Phasen des Mediationsgespr&#228;chs werden vorgestellt. Diese Form der Mediation verlangt die F&#228;higkeiten sowohl sich selbst als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ff6600;"><strong><span style="color: #ff6600;">H&#228;ufig bleiben Konflikte unbearbeitet und ungel&#246;st, weil nicht alle beteilligten Konfliktparteien, sondern nur eine Konfliktpartei zu einer Mediation bereit ist. Erfahrungen zeigen, dass Mediation auch m&#246;glich ist, mit nur einer anwesenden Konfliktpartei. Dieses Vorgehen nennt sich Mediation mit Stellvertretung.</span></strong></span></p>
<p>Die Phasen des Mediationsgespr&#228;chs werden vorgestellt. Diese Form der Mediation verlangt die F&#228;higkeiten sowohl sich selbst als auch der anwesenden Konfliktpartei Einf&#252;hlung zu geben.</p>
<p>In der Praxis h&#246;ren wir immer wieder S&#228;tze einer Streitpartei wie diesen: <span style="color: #000000;">„</span><strong><span style="color: #000000;">Wissen Sie, ich bin ja zu einer Mediation bereit, aber mein Konfliktpartner w&#252;rde sich nie an so etwas beteiligen!“</span> </strong>Wenn dann selbst die Kontaktaufnahme der Mediatorin mit der abwesenden Streitpartei keine &#196;nderung in der Bereitschaft bewirkt, bedeutet das f&#252;r viele Mediationschancen das Aus.</p>
<p>Wenn man sich mit diesem Ergebnis als Mediator nicht abfinden m&#246;chte, kann in geeigneten F&#228;llen die Figur der Stellvertretermediation weiterhelfen.</p>
<p><strong>Ausgangspunkt</strong><br />
H&#228;ufig f&#228;llte ein Satz wie „Ich w&#252;rde gern zur Mediation kommen, aber mein Freund lehnt die Teilnahme ab!“ In solchen F&#228;llen wird der zur Mediation bereite Part ermuntert, statt an einer Mediation an einem Rollenspiel teilzunehmen, in dem ein Repr&#228;sentant aus dem Mediatiorenteam die abwesende Konfliktpartei vertritt.</p>
<p>Im Vordergrund stand dabei die &#220;berlegung, dass dies f&#252;r die anwesende Partei einen Nutzen dadurch darstellt, indem sie sich bestimmter Muster und Konstellationen ihres Konflikts st&#228;rker bewusst machen kann.</p>
<p>Erstaunlicherweise haben diese Mediationen mit Stellvertretung h&#228;ufig &#252;berraschende &#8220;Fernwirkungen&#8221; auf die abwesende Partei. Gespr&#228;che, die zuvor aussichtlos erschienen bekamen wieder eine Perspektive oder die abwesende Konfliktpartei ging bei einem nachfolgenden Zusammentreffen unerwartet auf die „mediierte“ Partei zu.</p>
<p>Diese Beobachtungen zusammen mit den Erfahrungen bei Einf&#252;hlung entsprechend der <a href="http://www.mediation-konfliktklaerung.de/gewaltfreie-kommunikation" target="_self">Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg</a> machen den Erfolg der Mediation mit Stellvertretung aus.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere an der Mediation mit Stellvertretung?</strong><br />
Man mag sich fragen, ob eine mediative Bearbeitung eines Konflikts, bei der eine wichtige Konfliktpartei nicht physisch anwesend ist, &#252;berhaupt m&#246;glich ist und noch Mediation genannt werden kann. Es ist jedoch durchaus &#252;blich im Rahmen von Mediationen phasenweise nur mit einer Partei zu arbeiten beispielsweise im Rahmen von Einzelgespr&#228;chen oder bei der „Shuttle mediation“ bei der die Mediatorin abwechselnd mit den Konfliktparteien am Konflikt arbeitet.</p>
<p>Bei der Mediation mit Stellvertretung bietet ein aus mindestens zwei MediatorInnen bestehendes Mediationsteam der anwesenden Partei (nachfolgend auch P. genannt) an, dass eine/r der MediatorInnen die abwesende Partei (nachfolgend auch R genannt) repr&#228;sentiert, w&#228;hrend die zweite MediatorIn den Mediationsprozess leitet. Dabei vollzieht der als Streitpartei agierende Mediator den Rollenwechsel zur Partei in Absprache mit der anwesenden Partei lediglich f&#252;r eine bestimmte Phase der Mediation, der Konflikterhellung.</p>
<p>In dieser Phase l&#228;sst sich der repr&#228;sentierende Mediator (nachfolgend auch R. genannt) aber gerade nicht auf das gewohnte Feindbild der anwesenden Partei ein. Er versucht nicht, die abwesende Partei besonders „echt“ im Sinne der Feindbildwahrnehmung zu spielen. Vielmehr verk&#246;rpert er das konstruktive Potenzial der abwesenden Partei, indem er sich in der Parteirolle als f&#228;hig erweist, die Gef&#252;hle und Bed&#252;rfnisse der anwesenden Partei wahrzunehmen und auf diese einzugehen.</p>
<p>Statt auf Angriffe mit gespielten Gegenangriffen zu antworten, gibt er sich selbst f&#252;r „seine eigenen“, d. h. die in der Rolle empfundenen Gef&#252;hle und Bed&#252;rfnisse, Einf&#252;hlung. Dies ist besonders gut m&#246;glich, wenn der repr&#228;sentierende Mediator in der gewaltfreien Kommunikation im Sinne M. Rosenbergs ge&#252;bt und versiert ist.</p>
<p>Es ist dabei nicht n&#246;tig, dass der repr&#228;sentierende Mediator viel von der Konfliktgeschichte der Parteien erf&#228;hrt. Im Gegenteil ist es oft hilfreich, dass er nur den Schl&#252;sselsatz h&#246;rt, auf den die anwesende Konfliktpartei in der Vergangenheit ihrerseits eskalierend reagiert hat. Die anwesende Partei beginnt die Phase der Konflikterhellung, in dem sie diesen Schl&#252;sselsatz benennt und nun, den Repr&#228;sentanten als Konfliktpartei ansprechend, ihre eigene Reaktion darauf zum Ausdruck bringt. Der Repr&#228;sentant, der von der anwesenden Partei mit dem Namen der abwesenden Partei angesprochen wird, antwortet aus dem Empf&#228;ngerhorizont der abwesenden Partei aber statt in die Versch&#228;rfung zu gehen, gibt er Einf&#252;hlung und vermutet die Bed&#252;rfnisse der anwesenden Partei, die bei ihr unerf&#252;llt sind. Er gibt solange Einf&#252;hlung bis er die k&#246;rperliche Entspannung wahrnimmt, die eintritt, sobald das zutreffende Bed&#252;rfnis benannt worden ist. Die Mediatorin sichert w&#228;hrenddessen den Rahmen des Gespr&#228;chs, und unterst&#252;tzt den Repr&#228;sentanten in seinem Bestreben, mit der anwesenden Partei konstruktiven Kontakt angesichts des Konflikts aufzunehmen.</p>
<p>Nachdem klar ist welche Bed&#252;rfnisse der anwesenden Partei im Mangel sind, wenn deutlich ist, dass sie z. B. N&#228;he, Kontakt, Anerkennung, Wertsch&#228;tzung, Klarheit oder was immer braucht, kann der Repr&#228;sentant eine gewisse Offenheit f&#252;r die Gef&#252;hle und Bed&#252;rfnisse der abwesenden Partei erwarten, denn nun besteht Verbindung.</p>
<p>Als n&#228;chstes wird er fragen, ob die anwesende Partei (P) bereit ist zu h&#246;ren, wie es ihm (R.) jetzt, nach dem er all das geh&#246;rt hat, im Augenblick geht. Ist P bereit dies zu h&#246;ren teilt R. mit, was ihn bewegt und ber&#252;hrt hat.</p>
<p>Danach fragt er P., ob sie auch wissen m&#246;chte, wie es ihm „damals“ also zur Zeit, als die von P. geschilderten Vorf&#228;lle stattfanden, ergangen ist. Nun spricht der R. diejenigen Bed&#252;rfnisse an, f&#252;r die „er“ sich in der Vergangenheit durch sein Handeln im Konflikt einsetzen wollte oder tats&#228;chlich eingesetzt hat. Er teilt auch „seinen“ Schmerz dar&#252;ber mit, dass es ihm in der Vergangenheit nicht gelungen ist, die Bed&#252;rfnisse von P. wahrzunehmen oder bei seinem Handeln zu ber&#252;cksichtigen. Obwohl R. wenig von der anderen Partei wei&#223;, hat er jetzt so einen intensiven inneren Kontakt zum Konfliktfeld der Parteien, dass er die Gef&#252;hle und Bed&#252;rfnisse der abwesenden Partei einigerma&#223;en treffsicher vermuten kann. Obwohl R in seiner Art sich zu &#228;u&#223;ern nicht den Feindbilderwartungen von A. entspricht, kann A. sich mit den von R. ge&#228;u&#223;erten Bed&#252;rfnissen der abwesenden Partei verbinden. Durch dieses Vorgehen kommt P. mit ihren eigenen Bed&#252;rfnissen im Konflikt in Ber&#252;hrung und gleichzeitig wird ihr deutlich und einf&#252;hlbar, was ihr abwesender Konfliktpartner braucht oder gebraucht hat. Wenn diese Klarheit besteht, kann R. aus seiner Repr&#228;sentantenrolle in die Mediatorenrolle zur&#252;ck gehen. Nun er&#246;rtern die Mediatoren mit der anwesenden Partei L&#246;sungsideen und n&#228;chste Schritte.</p>
<p>Die Mediation wird abgeschlossen durch eine Vereinbarung der anwesenden Konfliktpartei mit sich selbst, in der sie bestimmt, wie sie mit dem Konflikt k&#252;nftig umgehen will. Zugleich wird ein Bilanzgespr&#228;ch verabredet, indem die anwesende Partei Gelegenheit hat, &#252;ber die weitere Entwicklung des Streits und ihre Kontakte zur abwesenden Konfliktpartei zu berichten. F&#252;r gew&#246;hnlich verl&#228;sst die anwesende Konfliktpartei die Mediationssitzung mit gro&#223;er Erleichterung, weil sie Klarheit &#252;ber ihre eigenen Bed&#252;rfnisse bekommen hat, weil sie die Beweggr&#252;nde der abwesenden Partei versteht und nun Bereitschaft sp&#252;rt, mit diesem neuen, vertieften Verst&#228;ndnis auf die Konfliktpartei zuzugehen.</p>
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